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Tag des Kita-Sports

Fünfjährige kletterten in Lorsch sechs Meter hoch

Premiere in Lorsch kam gestern gut an / Kindergartenkinder hatten am Wingertsberg viel Spaß

Von 
Nina Schmelzing
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Mehr Platz als in ihren Kita-Turnräumen hatten gestern die Lorscher Kindergartenkinder, die am ersten Tag des Kita-Sports teilnahmen. In der Nibelungenhalle gab es viele besondere Bewegungsangebote. © Neu

Lorsch. „Es gibt kein Kind, das nicht klettern will“, weiß Günter Bausewein. Dass der Vorsitzende des Sportkreises Bergstraße damit richtig liegt, ließ sich gestern auch in Lorsch beobachten. Dort hatten Stadt Lorsch und Sportkreis erstmals zu einem Tag des Kita-Sports eingeladen. Die Fünf- und Sechsjährigen der Lorscher Kindergärten hatten bei dem eigens für sie auf die Beine gestellten Angebot in der Nibelungenhalle viel Spaß – und auch an der Kletterwand vor der Halle.

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„Los, trau dich“

Eine stolze Höhe von sechs Metern hatte die Wand. Das scheint für Zuschauer, die unten davor stehen, nicht so wild zu sein. „Los, trau dich“, lauteten Anfeuerungsrufe. Wer sich die ersten paar Meter hinaufgearbeitet hat, für den sieht das aber doch oft anders aus. Einige der mutigen Kindergartenkinder, die sich von den erfahrenen Teamern Lars und Jan anleiten, anseilen und mit Gurten sichern ließen, hatten dann doch auf halber Höhe genug. Drei Meter sind für das erste Mal schließlich bereits eine beachtliche Leistung.

Es gab aber auch Kinder, die es problemlos bis nach ganz oben schafften. Die sechs Jahre alte Anandini etwa gehörte dazu – und auch Andrea Herschel. Die Erzieherin im Kindergarten „Wiesenkinder“ geht in der Freizeit zwar gerne Bergwandern. An einer Kletterwand aber hat sie noch nie trainiert, wie sie auf Nachfrage berichtete. Für sie wie für Anandini gab es für die erfolgreiche Premiere Beifall.

Rund 60 Kinder, aufgeteilt in zwei Gruppen, nutzten den Parcours, der in der Nibelungenhalle für sie aufgebaut wurde. An den Start gingen zuerst die Kitas St. Benedikt, Viehweide und Wiesenkinder – und die Kinder, alle mit Turnschuhen ausgerüstet, warteten schon vor 9 Uhr bis es endlich losgehen konnte. Zuhause habe er schon extra Liegestütze geübt, um gut vorbereitet zu sein, verriet Kita-Kind Henry, wenn man ihn fragte.

Zuerst aber waren Ansprachen vorgesehen. Bürgermeister Christian Schönung erinnerte daran, wie wichtig Bewegung ist. Kreisbeigeordneter Matthias Schimpf pflichtete ihm bei, lobte die „tolle Idee“ der Sporttage in Lorsch und erinnerte daran, dass beim Kita-Sport nicht die Leistung, sondern der Spaß im Mittelpunkt stehen sollte.

„Jetzt geht‘s los“, rief Günter Bausewein in die Runde und sofort spurteten die Kinder zu den vielen verschiedenen Stationen. Man konnte Springseil-Springen und Jonglieren und den Teamern eine „Rolle Vorwärts“ oder einen eleganten Purzelbaum nachzumachen versuchen. Es gab eine riesige Hüpfburg und eine Rollenrutsche, die bei den Jüngsten sehr beliebt war. In eine kleine Kiste gesetzt ging es flott abwärts.

Auf der Bühne konnten interessierte Baumeister mit hunderten bunten Bechern lange Schlangen bilden oder sie zu Türmen aufstellen. Ruhiger ging es beim Kirschkernkissen-Zielwerfen zu. Ulrike Gliem betreute die Station. Sie kümmert sich speziell um Inklusion für Kinder mit Behinderung und vermittelt diese in Sportvereine mit passenden Angeboten.

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Auch einige Zuschauer waren in die Halle gekommen. Der jüngste Besucher war noch keine zwei Jahre alt und beobachtete den Trubel gemeinsam mit seinem Vater interessiert. „Eine nette Aktion“, lobte auch Sandra Schwab den Kita-Sporttag, die als Mutter eines Kindergartenkinds der „Wiesenkinder“ die Gruppe begleitete.

Belohnt wurden die sportlichen Teilnehmer außerdem. Jutta Zinecker, Mitarbeiterin im Stadthaus, hatte die Sportrucksäcke gefüllt, die jedem Kind zum Abschluss überreicht wurden. Als Belohnung fanden sich darin unter anderem Äpfel, Bananen und Brezeln, Gummibärchen und Malstifte, gespendet von Unternehmen in Lorsch. Katja Zeth-Seidel vom Sportkreis Bergstraße hatte ein Eis aus Heppenheim für jedes Kind mitgebracht.

Der Tag des Kita-Sports war eine Premiere in Lorsch, ähnliche Sporttage für Kinder hat der Sportkreis andernorts zwar bereits organisiert. Das sei aber schon eine Weile her, sagt Bausewein, es sei nicht zuletzt eine Frage des Geldes. Ein umfangreiches Spieleangebot hatte es aber auch im Sommer beim Jubiläumsfest des Waldschwimmbads in Lorsch gegeben.

Heute Tag der Sportvereine

Der zweite Lorscher Sporttag ist heute ein Tag der Sportvereine. Eröffnet wird er von Bausewein, Schönung und Landrat Christian Engelhardt um 10 Uhr in der Nibelungenhalle. Umrahmt von sportlichen Darbietungen auf der Bühne sowie Musik stehen dann vor allem viele Ehrungen durch die Stadt, den Kreis und den Sportkreis im Mittelpunkt. Ausgezeichnet werden Sportler für herausragende Leistungen sowie auch Ehrenamtliche und Jubiläumsvereine.

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