Straßensanierung

Der gepflasterte Starkenburgweg in der Heppenheimer Altstadt bekommt einen Asphaltstreifen

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bib/ü
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Noch bis Ende November wird die derzeitige Bauphase bei der Sanierung des Starkenburgwegs wohl dauern. Solange müssen Anwohner und Touristen noch die Umleitung nehmen. © Bianca Beier

Heppenheim. Die Sanierung des Starkenburgwegs würde keine leichte Zeit für die Anwohner werden, das stand schon früh fest. Insgesamt rund ein Jahr werden die Bauarbeiten, die im März 2022 begonnen haben, für Einschränkungen bei den Anwohnern sorgen. Nun gibt es aber gute Nachrichten zur Sanierung, die vor allem ältere Bürger und Gäste, die zur Starkenburg wollen, erfreuen dürften.

Derzeit befindet sich die Baumaßnahme im zweiten Bauabschnitt. „Die Wasserleitung liegt, wir pflastern jetzt“, berichtet Erste Stadträtin Christine Bender (SPD). Die Arbeiten dieses Abschnitts sollen bis Ende November anhalten. Ist das Stück des Starkenburgwegs gepflastert, müsse man nach dem Wetter schauen. Planmäßig würden dann im neuen Jahr das letzte Stück Wasserleitung verlegt und der letzte Straßenabschnitt gepflastert werden.

Derzeit Komplettsperrung

Statt der sonst üblichen idyllischen Ruhe geben derzeit Rüttler und Bagger ihr Konzert im Starkenburgweg. Das übertönt zwar die Straßengeräusche, die leise aus der Stadt empor dringen, doch auch das Vogelgezwitscher ist nicht mehr wahrzunehmen. Wer oberhalb der Baustelle wohnt oder zur Starkenburg möchte, muss derzeit die Umleitung über Hambach nehmen. „Für das Pflastern ist der Starkenburgweg nun ganz gesperrt“, so Bender. „Vorher hatten wir auch abends aufgemacht und den Graben abgedeckt.“ Doch derzeit geht nichts mehr – nicht abends, nicht am Wochenende.

Das trifft auch die Jugendherberge, die Burgschänke und die Sternwarte: Gäste und Zulieferer müssen einen anderen Weg wählen. „Wir können uns aber gut arrangieren“, sagt Yunus Dogan, Leiter der Heppenheimer Jugendherberge.

Die Reisebusse müssten von Hambach aus eine scharfe Linkskurve zur Burg hoch machen. „Das schaffen sie nicht.“ So gibt es nun einen Transporter, der die Taschen und Koffer der Schulkinder unten in der Stadt einlädt und dann das Gepäck nach oben bringt. Die Kinder und Lehrer laufen dann vom Parkhof oder dem Bahnhof aus nach oben. „Das ist ja auch ein Erlebnis“, findet Dogan. Auch am Wochenende, wenn Privatpersonen auf die Burg kommen, laufen diese oft nach oben oder fahren mit dem Rad. Wer privat mit dem Pkw anreist, kann aber auch nach wie vor über Hambach zur Jugendherberge fahren und bei der Burg parken. „Ein bisschen ärgerlich ist es aber natürlich schon“, räumt Dogan ein. Er freut sich, wenn die Straße wieder frei ist.

Die Fußgänger, Wanderer und Radfahrer können auch weiterhin von der Kernstadt bis hoch zur Starkenburg laufen oder fahren. Wer mit dem Rad kommt, muss eventuell eine kleine Strecke schieben.

In Zukunft könnte der Weg für Spaziergänger und Wanderer noch etwas leichter werden. Für diese wird nun noch eine neue Baumaßnahme eingeschoben. „Wir sind gerade von den älteren Anwohnern häufiger angesprochen worden, ob es die Möglichkeit gibt, einen Bereich nicht zu pflastern, sondern zu asphaltieren“, berichtet Bender.

Nach Rücksprache mit der Denkmalbehörde, wurde dann am Mittwoch im Magistrat besprochen und auch beschlossen, dass links der Fahrbahn (Fahrtrichtung zur Burg) ein Streifen von etwa anderthalb Metern asphaltiert werden soll. Damit soll Bürgern und Besuchern, die nicht mehr ganz so gut zu Fuß sind oder beispielsweise einen Rollator benötigen, der Weg erleichtert werden, erklärt die Baudezernentin. Auch für Familien mit Kinderwagen bietet das wohl ein besseres Vorankommen als ein gepflasterter Weg. Die Neuerung betrifft die Strecke ab etwa Hausnummer 20 bis hoch zum letzten Haus.

Ziel: Abschluss Ende März 2023

Voraussichtlich bis Ende März 2023 werden die Arbeiten am Starkenburgweg, der zum Heppenheimer Wahrzeichen führt, noch anhalten. Dabei werden vor allem die Wasserleitungen erneuert. Durch die „diversen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur von Wasserversorgung und -entsorgung“ sollen Überlastungen des Regenwasserkanals bei Starkregenereignissen vermieden werden, hieß es zu Beginn der Arbeiten von der Stadt. Wo Abwasserkanäle bereits beschädigt sind, soll die Dichtheit wieder hergestellt werden, was ein wichtiger Bestandteil des Umwelt- und Grundwasserschutzes sei.

Sollten die Arbeiten tatsächlich im März 2023 abgeschlossen sein, wäre die Sanierung deutlich früher erfolgt, als ursprünglich geplant. Im Oktober 2021 hatte Bürgermeister Rainer Burelbach (CDU) noch davon gesprochen, dass 2022 lediglich Vorarbeiten geplant seien, der Großteil der Arbeiten dann erst 2023 anstehe. bib/ü

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