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Städtepartnerschaft

„Tag der Betriebe“ bald auch in Mohács?

Delegation aus Ungarn war begeistert vom Winzerfest – und von der Bensheimer Gastfreundschaft

Von 
mül
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Mitglieder des ungarisch-deutschen Freundeskreises Mohács – Bensheim weilten zur Eröffnung des Winzerfestes in Partnerstadt und waren Gäste des hiesigen Freundeskreises. Unser Bild entstand bei der Verabschiedung durch Bensheims Bürgermeisterin Christine Klein (zweite Reihe, ganz links). © Sigi Müller

Mohács-Freunde: Gäste aus der ungarischen Partnerstadt beim Winzerfest und der Grünewald GmbH

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Magyaren angetan von Bensheimer Gastfreundschaft

Bensheim. Wenn man György Werner, den Vorsitzenden des ungarisch-deutschen Freundeskreises Mohács – Bensheim fragt, was ihm und seiner Reisegruppe, die zu Besuch in Bensheim weilte, am besten gefallen habe, kommt wie aus der Pistole geschossen, ein Wort: „Winzerfest“. Das ist auch der Grund für die in regelmäßigem Turnus und Wechsel stattfindenden Besuche des ungarischen Partnerschaftsvereins zum Bürger- oder Winzerfest.

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Es sei denn, Corona macht einen Strich durch die Rechnung. Nach dreijähriger Abstinenz war es aber wieder soweit, neben 19 Vertretern des Mohácser Freundeskreises weilte auch eine offizielle Delegation mit Bürgermeister Gábor Pávkovics, Vizebürgermeister Áron Cserdi, Richárd Illés, Mitarbeiter des Stadtentwicklungsdezernats und Mitglied der Mohácser Deutschen Selbstverwaltung sowie dem Mohácser Kulturattaché Gyuri Lehel in Bensheim. Dabei verband der Bürgermeister auch seinen Antrittsbesuch bei seiner Bensheimer Kollegin Christine Klein.

Gyuri Lehel, ein Stammgast in Bensheim und einer der Motoren für die Partnerstadt, die 1987 aus der Taufe gehoben wurde, ist in Bensheim so bekannt wie der oftmals beschriebene „bunte Hund“. Beim Gang durch die Fußgängerzone, im Winzerdorf oder bei der offiziellen Eröffnung im Bürgerhaus wurde er ständig und freudig begrüßt.

Die Mohácser waren einen Tag vor der Winzerfesteröffnung nach 17-stündiger Busfahrt in Bensheim angekommen. Am Winzerfestsamstag zeigten sich die Gäste äußerst interessiert an den Schönheiten Bensheims und erfuhren natürlich auch die Legende der „Fraa vun Bensem“ an ihrem Denkmal an der Stadtmühle. Einen Tag später konnten sie Doris Walter dann im Walderdorffer Hof in natura und beim Festzug auf ihrem Festwagen erleben.

Überhaupt waren die Magyaren von der Vielfalt und der Länge des Festzuges überrascht, und angetan von der Feierfreudigkeit der Bensheimer im und um das Winzerdorf, die sie am Samstagabend erleben durften. Und dass nach dem Umzug Bensheims Bürgermeisterin Christine Klein die Gäste aus Mohács begrüßte, freute die Gruppe ganz besonders.

Dass es beim Winzerfest einen „Tag der Betriebe“ gibt, diese Anregung wollten sie gerne mit nach Mohács nehmen, wenn im Februar das Busho- und im Mai das Nepomukfest gefeiert wird. Und das diesjährige Winzerfestmotto „Die Sonne im Glas, zum Wohl und viel Spaß“ ließe sich selbstverständlich auch auf Mohács ummünzen, war die einhellige Meinung, zumal dort auch ein sehr guter Wein wächst.

Interessanter Firmenbesuch

Nach dem Winzerfestumzug besichtigte die offizielle Mohácser Delegation noch das seit 2021 in Bensheim ansässige Unternehmen Grünewald GmbH, das in den Bereichen Medizintechnik, Biotechnologie sowie Pharma & GMP tätig ist. GMP steht dabei für „Gute Herstellungspraxis“ (englisch Good Manufacturing Practice, abgekürzt GMP) – darunter versteht man Richtlinien zur Qualitätssicherung der Produktionsabläufe und -umgebung in der Produktion von Arzneimitteln und Wirkstoffen, aber auch bei Kosmetika, Lebens- und Futtermitteln.

Der Geschäftsführer und Eigentümer der Firma, Diplom-Ingenieur Szilárd Varga, der im Übrigen aus Mohács stammt und viele der offiziellen ungarischen Gäste und des Freundeskreises persönlich kennt, wurde natürlich sofort Mitglied des deutsch-ungarischen Freundeskreises Bensheim-Mohács, ebenso wurde der Mohácser Bürgermeister Gábor Pávkovics Mitglied im hiesigen Freundeskreis.

Beim Firmenrundgang erläuterte Varga: „ Wir sind der Praktiker unter den Unternehmensberatern und der Spezialist für Med-Tech, Bio-Tech und Pharma-Unternehmen.“ Zu den Kunden gehören mittelständische Unternehmen sowie Global Player, beispielsweise Dr. Reckeweg. Bensheim, Dr. Köhler Chemie, Infectopharm, Universitätsklinikum Tübingen, Bayer, Kukident, Fresenius oder Merck, um nur einige zu nennen.

Bensheims Bürgermeisterin Christine Klein und ihr Mohácser Amtskollege Gábor Pávkovics waren sehr angetan und versprachen sowohl, was beide Städte anbelangt, als auch über die Grünewald GmbH, in Kontakt zu bleiben. Szilárd Varga bot an, mit den Bensheimer als auch mit den Mohácser Schulen in Kontakt treten zu wollen.

Bei einer Planwagenfahrt durch Zwingenberg lernten die Gäste auch die Schönheiten der ältesten Stadt an der Bergstraße kennen. Freundeskreismitglied Matthias Laux spendierte beim Picknick zwei Flaschen Bergsträßer Eiswein des Jahrgangs 1989, jenem Jahr, in dem der Bensheimer deutsch-ungarische Freundeskreis gegründet wurde. Die Ungarn waren begeistert.

Gemeinsam mit ihren Bensheimer Gastgebern und dem Vorstand des Bensheimer Freundeskreises wurde dann am Montagabend der Ausklang gefeiert, bevor am Dienstagmorgen vor dem Rathaus Bürgermeisterin Christine Klein die Gäste wieder nach Mohács verabschiedete – mit dem beiderseitigen Versprechen wieder in die Partnerstadt zu kommen. mül

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