Soziales

SPD will das Frauenhaus unterstützen

Einrichtung ist auf Finanzhilfen angewiesen

Von 
red
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Bensheim. Ein Schreiben des Frauenhauses Bergstraße nach kommunaler finanzieller Unterstützung des Vereins nahm die SPD-Fraktion zum Anlass, sich näher mit der Situation der Einrichtung zu beschäftigen. Für das kommende Jahr 2023 erwarte man ein Defizit von rund 140 000 Euro. Um den Betrieb des Hauses sowie der Betreuungs- und Interventionsstelle aufrechterhalten zu können, sei eine Förderung durch die Städte und Gemeinden unabdingbar.

Die Plätze im Frauenhaus seien weiterhin stark nachgefragt, heißt es in dem von der Vorsitzenden des Trägervereins, Martina Evertz, unterzeichneten Brief. Dabei wird nachdrücklich darauf hingewiesen, dass sowohl die Einrichtung selbst als auch die Betreuungs- und Interventionsstelle nach der Istanbul-Konvention, die in Deutschland seit 2018 geltendes Recht ist, notwendige Maßnahmen zur Bekämpfung häuslicher Gewalt sind.

Angesichts eines kürzlich stattgefundenen Informationsbesuches im Frauenhaus in Auerbach, der einzigen Einrichtung im gesamten Kreis Bergstraße, habe sich die Fraktion bereits von der prekären Situation überzeugen können, heißt es in einer Pressemitteilung. Müssten nach der Istanbul-Konvention mindestens 27 Zimmer für den Landkreis vorhanden sein, verfüge man aktuell gerade einmal über Platz für elf Frauen mit Kindern.

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Eigentlich als Übergangslösung gedacht, liege die durchschnittliche Verweildauer der Frauen bei einem halben bis ganzen Jahr, so die Vereinsvorsitzende Martina Evertz. Trotz aller Anstrengungen der Bewohnerinnen und Mitarbeiterinnen sei es sehr schwer, freie Wohnungen zu finden.

Häusliche Gewalt sei leider noch immer ein Tabu-Thema, das sich oft im Verborgenen abspiele, teilt die SPD-Fraktion die Einschätzung des Vereins.

Bei den anstehenden Haushaltsplanberatungen wolle man die berechtigten und nachvollziehbaren Anliegen des Vereins Frauenhaus Bergstraße im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten gerne unterstützen, schreiben die Sozialdemokraten abschließend in ihrer Pressemitteilung. red

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