Erfahrungsbericht I

Feiern gehen kann auch ohne Alkohol Spaß machen

Alkoholische Getränke sind in der Gesellschaft akzeptiert und wer sich dagegen entscheidet, muss sich oft rechtfertigen

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Auch nüchtern kann man beim Feiern mit Freunden im Club seinen Spaß haben, weiß BAnane-Mitarbeiter Marco aus persönlicher Erfahrung. © Mautry

In unserer heutigen Gesellschaft ist Alkohol überall vertreten, wo man feiern kann. Doch nicht nur dort. Nahezu bei jeder Gelegenheit wird einem Alkohol angeboten. Lehnt man ab, so wird man in den meisten Fällen schief angeschaut, da dies ja „dazu gehören“ würde. Doch ist das wirklich nötig? Alkohol beim Feiern zu konsumieren, um Spaß zu haben?

Ich selbst bin ein 19-jähriger geselliger Student, weshalb es sich bei vielen meiner Freunde jedes Wochenende um Party und Alkohol dreht. Im Studium wird auch unter der Woche oftmals exzessiv gefeiert und wenn man sich dann, wie ich dagegen entscheidet, Alkohol zu trinken, bekommt man des Öfteren schiefe Blicke.

Ausreden und Unverständnis

In meiner Situation gibt es einen recht plausiblen Grund, der auch von allen anderen akzeptiert wird. Man macht „den Fahrer“. Ist also die Person, die das Auto bereitstellt, um die Freunde nachts vom Club nach Hause zu fahren. Versucht man mit anderen Gründen wie Terminen am Folgetag, Ernährungsstilen oder sportlichen Gründen zu erklären, so trifft man eigentlich an jedem Abend bei vielen auf Unverständnis.

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Ich persönlich bin vor allem bei Stadtfesten, bei denen die meisten Menschen in der Nähe des Festes wohnen, auf Unverständnis gestoßen, da es nun keinen wirklichen Grund gibt, einen Fahrer zu suchen. Gründe wie sportliche Ziele werden hier oftmals nicht Ernst genommen oder es wird versucht, gegen den Verzicht zu argumentieren, was streng genommen recht kontrovers ist, weil Alkohol kaum Vorteile für die Person bietet und nahezu nur Nachteile für seinen Körper.

Schattenseiten von Alkohol

Alkohol ist schädlich für den Körper. Das weiß eigentlich jeder. Und gerade in großen Mengen schadet man seinem Körper mehr, als man ihm vermeintlich Gutes tut.

Kein Kater am nächsten Tag

Neben diesem Fakt wird dieser in Clubs meist zu hohen Preisen verkauft. Trinkt man vor dem Club extra viel, um im Club nicht so viel Geld ausgeben zu müssen, so überschreitet man sein Limit durch das zügige trinken gerne mal.

Auch der nächste Tag ist in den meisten Fällen verbraucht. Man schläft bis mittags aus, ist dann verkatert und benötigt den gesamten Tag, um zu regenerieren. Und das Ganze für eine Party-Nacht? Das geht auch anders. Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass man auch als junger Mensch ohne Alkohol auf Partys Spaß haben kann und es eine mehr als interessante Erfahrung ist, betrunkene Menschen mal aus der nüchternen Perspektive mitzuerleben.

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Prinzipiell kann man deutlich besser auf sich selbst und seine Freunde achten und gegebenenfalls die Gruppe auch etwas zusammenzuhalten. Auch hat es den Vorteil, dass man keinerlei Erinnerungslücken oder Kopfschmerzen am nächsten Tag hat. Schlimmstenfalls ist man etwas müde vom vielen Tanzen und der späten Uhrzeit, zu der man für gewöhnlich nach Hause kommt. Mein persönliches Highlight, nüchtern in den Club zu gehen, ist die Autofahrt vom Club nach Hause, bei der man dann eine kleine Aftershow-Party im Auto macht, gemeinsam laut Musik hört und dann alle bei sich zu Hause absetzen kann.

Alternativen

Ich selbst trinke nur noch gelegentlich Alkohol und versuche vor Ort auf Partys lieber Wasser zu trinken. Doch kann man gerade heutzutage die gegebenen Möglichkeiten nutzen und auf Ersatzprodukte zurückgreifen.

Bier, Cocktails und Aperitifs gibt es heutzutage auch in alkoholfreien Varianten und geschmacklich stehen sie den „Originalen“ in kaum etwas nach. Marco Mautry

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