Frauen-Bezirksoberliga

Vor Derby gegen SV Erbach setzt der HC VfL Heppenheim ein Ausrufezeichen

Tabellenführer baut Vorsprung durch 24:22-Sieg gegen Verfolger Walldorf aus

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mep
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Bergstraße. Das Spitzenspiel der Frauenhandball-Bezirksoberliga war nichts für schwache Nerven: Spitzenreiter HC VfL Heppenheim bekam es mit einem extrem starken Tabellenzweiten TGS Walldorf zu tun und VfL-Coach Sascha Köhl sah die Gäste sogar „einen Tick stärker als uns“. Aber letztlich war es die Moral und der Wille, der den Ausschlag gab. Mit 24:22 (12:14) gewann Heppenheim und baute seine Tabellenführung damit auf fünf Punkte aus.

„Aber noch sind neun Spiele zu absolvieren, nächsten Samstag müssen wir nach Erbach. Da ist noch lange nichts entschieden“, meinte Köhl, der aber auch zugab: „Ich bin heute richtig stolz auf meine Mannschaft.“ Aus einer geschlossenen Teamleistung ragte Laura Heidkamp heraus, „die überragend spielte“, so der Coach.

Heppenheim begann gut, führte 3:2, aber dann steigerte sich die Gäste-Torhüterin und entschärfte reihenweise gute Chancen. Die Folge war, dass Walldorf beim 5:3 (13.) erstmals mit zwei Treffern führte. Bis zum 18:19 (49.) lief die Köhl-Sieben immer einem knappen Rückstand hinterher, glich immer wieder aus, legte aber nie vor. „Das war schon zermürbend“, gibt der Trainer zu.

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Doch ausgerechnet nach einem vergebenen Strafwurf gelang ein 4:0-Lauf zum 22:19 (52.). „Das war der Knackpunkt“, so Köhl. Walldorf verkürzte zwar 90 Sekunden vor dem Ende auf 22:23, aber dann war es Jennifer Dickson, die in den Schlusssekunden von der Siebenmeterlinie die Nerven behielt und zum 24:22-Endstand verwandelte. – VfL-Tore: Laura Heidkamp (6), Johanna Meyer (5), Jennifer Dickson (5/2), Jasmin Werle (3/3), Kristina Rasch, Tina Meierhöfer (je 2), Laura Elsesser (1).

FSG Lola – TV Siedelsbrunn 19:24 (9:11). Der Einstand von Gerd Mischler als Interimstrainer der FSG Lola stand unter keinem guten Stern: Bei der Heimniederlage gegen Siedelsbrunn fehlten mehrere Leistungsträgerinnen verletzungs- und urlaubsbedingt, andere kamen erst zum Spiel aus dem Urlaub zurück. So hatte der Nachfolger des vor Weihnachten entlassenen Trainers Dieter Petermann in den bisherigen zwei Trainingseinheiten nur eine Rumpftruppe zur Verfügung und entsprechen zäh lief der Rückrundenstart.

Siedelsbrunn denkt an Abmeldung

„Wir haben heute zu viele Fehler gemacht und Siedelsbrunn in die Karten gespielt. Der Gegner war zu schlagen, aber nicht mit unserer schwachen Chancenverwertung“, notierte Mischler unter anderem drei vergebene Strafwürfe und sieben Konter, die nicht erfolgreich abgeschlossen wurden. Siedelsbrunns Trainer Bastian Schmidt fand vor allem wichtig, dass wieder ein Sieg eingefahren werden konnte: „Eine Glanzleistung war das heute aber nicht“, gibt er zu.

Am Rande der Partie bestätigte Schmidt Gerüchte, dass man beim TVS einen Rückzug der Frauenmannschaft nach der Saison in Erwägung zieht: „Die Gespräche gibt es tatsächlich, weil eventuell die ein oder andere wichtige Spielerin aufhört. Aber klar ist da noch gar nichts“, hofft er, dass auch in der kommenden Runde eine wettbewerbsfähige Mannschaft gestellt werden kann. – FSG-Tore: Vanessa Ehret (9/4), Nadine Gärtner (4), Janna Brötzmann, Sonja Schmidt (je 2), Anke Rettig, Marie Hafner (je 1).

HSG Langen – SV Erbach 29:29 (17:12). Die Einstellung war top, das Ergebnis nur so lala: Der SV Erbach kam nicht über ein Remis heraus, das aber sechs Minuten vor dem Ende beim 25:29-Rückstand noch in weiter Ferne schien. „Die Moral war heute sehr gut. Wir haben bis zur letzten Sekunden gefightet und uns dadurch diesen Punkt verdient“, meinte Erbachs Trainer Bernd Meyer.

Die Erbacherinnen erwischten einen schwachen Start und scheiterten reihenweise an der gegnerischen Torhüterin. „Die haben wir regelrecht warmgeworfen“, ärgerte sich Meyer. Mit viel Elan kamen die Gäste aus der Kabine, verkürzten schnell auf 18:20 (42.) und schafften beim 24:24 (49.) erstmals wieder seit dem 5:5 den Ausgleich. Doch nun konterte Langen zum 29:25 (54.), ehe Carla Gramlich, zweimal Anna Jordan von der Strafwurflinie und Julia Bernhardt 40 Sekunden vor dem Ende ausglichen. – SVE-Tore: Anna Jordan (9/5), Julia Bernhardt, Hanna Lambert (je 5), Carla Gramlich (5/1), Lilly Antes (2), Kim Schneider, Katrin Lambert, Esther Berg (je 1). mep