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Fußball - Gruppenliga-Derby am Samstagabend gegen Fehlheim

Sportfreunde fühlen sich als Außenseiter

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Den Blick haben die Fehlheimer Gruppenliga-Fußballer (hier Lukas Fritsche) nach oben gerichtet und auch einen Derbysieg in Heppenheim eingeplant. © Neu

Heppenheim/Fehlheim. Wenn am Samstagabend zur ungewohnten Anstoßzeit von 19.30 Uhr im Heppenheimer Starkenburgstadion der FC Sportfreunde auf den VfR Fehlheim trifft, dann scheint die Favoritenfrage im Vorfeld geklärt zu sein. Die Fehlheimer gehen als Tabellenführer und somit als klarer Sieganwärter in dieses Bergsträßer Fußball-Gruppenliga-Derby.

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Das unterstreicht auch Sportfreunde Trainer Aiad Al-Jumaili: „Mir fehlen aktuell acht bis neun Spieler, so dass wir alles andere als in Bestbesetzung antreten können. Es gilt für uns sogar, zunächst einmal elf bis dreizehn einsatzfähige Spieler zu finden. Selbst wenn wir in Bestformation antreten könnten, wäre Fehlheimer für mich der Favorit.“

FC 07 Bensheim plant die Rückkehr in die Erfolgsspur

Der FC 07 Bensheim ist in der Fußball-Gruppenliga ergebnistechnisch zuletzt etwas aus dem Tritt geraten: Nach dem 2:2 bei Schlusslicht FV Mümling-Grumbach am vergangenen Samstag fingen sich die Nullsiebener im Nachholspiel am Dienstag beim FCA Darmstadt mit 0:3 die erste Saisonniederlage ein. Am Sonntag (15.30 Uhr) erwartet das Team von Andy Zehnbauer Eintracht Bürstadt im Weiherhausstadion. „Wir wollen in die Erfolgsspur zurückkehren“, blickt der FC 07-Coach auf das Bergsträßer Duell am sechsten Spieltag.

Für die Bürstädter lief es bislang nicht wirklich rund. Die Elf von Spielertrainer Benjamin Sigmund fegte zum Auftakt Mümling-Grumbach mit 5:1 aus dem Stadion, kassierte anschließend vier Niederlagen in Folge und steht momentan mit drei Zählern auf dem drittletzten Platz. „Bürstadt hat Qualität“, sieht Andy Zehnbauer die Negativserie nicht als Maßstab für das Leistungsvermögen des Kontrahenten. „Es waren knappe Ergebnisse dabei“, verweist er etwa auf das 1:2 der Eintracht im Stadtderby gegen die FSG Riedrode. „Wir müssen alles abrufen und hundert Prozent auf den Platz bringen, um zu gewinnen.“

Mit dem jüngsten Auftritt seiner Equipe beim starken FCA Darmstadt war der 07-Trainer trotz des 0:3 nicht unzufrieden. Die Leistung habe im Großen und Ganzen gestimmt, allerdings habe seinem Team im Angriff die Durchschlagskraft gefehlt. „Wenn alles gepasst hätte, hätten wir einen Punkt mitnehmen können.“

Personell kann sich der 33-Jährige für das Bürstadt-Match am Sonntag Veränderungen an seiner Formation vorstellen. Größe, Qualität des Kaders sowie Trainingsbeteiligung und -leistung der Spieler, die aktuell in zweiter Reihe stehen, geben ihm ein breites Spektrum an Handlungsoptionen. „Einige haben es verdient, eine Chance zu bekommen.“ Aktuell kann Zehnbauer nahezu aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Patrick Wulff und Antonio Roa Pozo (beide verletzt) sind alle Akteure einsatzfähig.

Wegen der seit Dienstag geltenden neuen Allgemeinverfügung des Kreis Bergstraße auf Basis der Coronavirus-Schutzverordnung des Landes Hessen wird der FC 07 die Zuschauerzahl im Weiherhausstadion für die Begegnung gegen Eintracht Bürstadt auf maximal 200 Zuschauer begrenzen, wie Michael M. Hagn vom Vorstand des Clubs mitteilt. Einlass erhalten nach der 3 G-Regel nur getestete, geimpfte oder genesene Besucher. Die entsprechenden Nachweise werden an den Zugängen kontrolliert, so Hagn. eh

Die personellen Probleme bedeuten für den Heppenheimer Coach aber keineswegs, dass man die Partie abschenkt: „Wir müssen alles, was wir haben, in die Waagschale werfen, Gas geben und uns reinhängen. Da gilt es dann auch, sich im Vergleich zur unnötigen 2:4-Niederlage am vergangenen Sonntag in Dieburg zu steigern.“ Al-Jumaili fordert dabei grundsätzlich eine Leistungssteigerung von seinen Kickern und setzt gegen den Tabellenführer zunächst auf eine starke Defensivleistung, um für eine Überraschung sorgen zu können. „Wir müssen hinten sicher stehen und dazu versuchen, Nadelstiche zu setzen und Fehlheim zu beschäftigen. Wenn wir das schaffen, dann ist ein Unentschieden durchaus möglich.“

VfR nimmt Favoritenrolle an

In Fehlheim nimmt man die Favoritenrolle an und reist mit Selbstvertrauen in die Kreisstadt. Dieses Selbstvertrauen zieht man beim VfR aber nicht unbedingt aus der aktuellen Tabellenführung, es ist eher die Art und Weise, wie sich die „Rasenspieler“ im bisherigen Saisonverlauf präsentiert haben. Und diese stimmt Trainer Sascha Huy zuversichtlich: „Platz eins ist eine schöne Momentaufnahme, mehr aber auch nicht. Die Jungs spielen guten Fußball und lassen sich dabei auch nicht von Rückständen aus der Bahn werfen. Sowohl gegen Alsbach wie auch zuletzt gegen Höchst sind wir zwar in Rückstand geraten, konnten dann aber die Spiele gewinnen. Das ist eine Qualität, die natürlich für Vertrauen in das eigene Können sorgt.“

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Personelle Sorgen hat Huy keine. So haben die zuletzt angeschlagenen Riccardo Presti und Evangelos Politakis im Training in dieser Woche voll mitgezogen. Und auch Joshua Rettig sowie Percy Felix befinden sich wieder im Mannschaftstraining. Max Schwerdt wurde zuletzt bewusst geschont; es ist aber denkbar, dass der Fehlheimer Mittelstürmer im Derby im Bedarfsfall über die Bank zum Einsatz kommt.

Bedenken, dass seine Schützlinge den kommenden Gegner auf die leichte Schulter nehmen, hat der VfR-Coach keine. Er erwartet sogar, dass einige Spieler besonders motiviert auf den Platz gehen. „Nicklas Kupka trug in der letzten Saison noch das Trikot der Sportfreunde und Karlo Soltic wohnt in Heppenheim. Das sollte eigentlich für zusätzlichen Anreiz sorgen“, setzt der VfR Coach auf ein fokussiertes Team, das mit einem Derbysieg die Tabellenführung verteidigen möchte.

Taktisch will man sich dabei am Samstagabend auch nicht groß nach dem Gegner richten, sondern das Spiel gleich von Beginn an selbst bestimmen. „Wir wollen das Heft in die Hand nehmen, hinten nichts zulassen und vorne dann effektiv unsere Chancen nutzen“, nennt Huy das einfache Erfolgsrezept für den angestrebten Auswärtssieg. net

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