Bensheimer Sportlerwahl

Fußballer des VfR Fehlheim auf Erfolgswelle

Dass die Fehlheimer aber am Ende eine so souveräne Saison 2021/22 spielen und der Konkurrenz enteilen würden, war nicht zu erwarten.

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Groß war der Jubel bei den Fehlheimer Fußballern nach der ersehnten Gruppenliga-Meisterschaft, verbunden mit dem Aufstieg in die Verbandsliga. © Thorsten Gutschalk

Bensheim. Die Fußballer des VfR Fehlheim blicken auf das erfolgreichste Jahr in ihrer Vereinsgeschichte zurück. Im Sommer 2022 sicherten sich die „Rasenspieler“ die Meisterschaft in der Gruppenliga Darmstadt und in der Verbandsliga Süd überwintert der VfR als Aufsteiger derzeit auf einem sehr guten fünften Tabellenplatz. „Ein Jahr, das eigentlich optimal verlaufen ist“, blickt Trainer Sascha Huy zufrieden auf die letzten zwölf Monate zurück.

Die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg hatte man sich im Bensheimer Stadtteil ganz bewusst als Ziel gesetzt. Dass die Fehlheimer aber am Ende eine so souveräne Saison 2021/22 spielen und der Konkurrenz enteilen würden, war nicht zu erwarten. Nach einem „Stolperstart“ auf einem schwer bespielbaren Platz bei der TSV Lengfeld (0:0) folgte eine Serie von zwölf Siegen in Folge. Bereits am fünften Spieltag übernahm der VfR die Tabellenführung in der Fußball-Gruppenliga – und gab diese dann auch nicht mehr ab, selbst als man sich im Spitzenspiel der SG Langstadt/Babenhausen mit 0:1 geschlagen geben musste.

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Auch nach der zweiten Saisonniederlage beim Verfolger VfR Groß-Gerau (1:4) kam bei den Grün-Weißen keinerlei Hektik auf, wusste man die Umstände aufgrund des Fehlens einiger corona- und verletzungsbedingt ausgefallener Spieler richtig einzuschätzen. Zu Beginn des Jahres 2022 legte man in Fehlheim dann endgültig die Basis für die spätere Meisterschaft. Zielgerichtet wurde auf dieses Ziel in einer intensiven Wintervorbereitung hingearbeitet, angeschlagene und verletzte Spieler kamen zurück und es folgte eine erneute Serie an ungeschlagenen Begegnungen, die erst mit der 1:4-Niederlage gegen den FCA Darmstadt endete.

Teamspirit und Konstanz

Es war aber eine Schlappe, die zu diesem Zeitpunkt kein Beinbruch mehr sein sollte, betrug der Vorsprung auf den direkten Verfolger aus Darmstadt-Arheilgen noch komfortable elf Punkte. Diesen Vorsprung gab man nicht mehr her und machte am 15. Mai mit einem 4:0-Sieg im Derby gegen den FC Sportfreunde Heppenheim bereits vier Spieltag vor Saisonende die Meisterschaft klar.

„Sie war in jeder Hinsicht verdiente“, unterstreicht Sascha Huy noch einmal die Souveränität, mit der seine Kicker die Liga dominiert hatten und sich auch von kleinen Rückschläge nicht zurückwerfen ließen. Fundament des Erfolgs war der absolute Teamspirit, den die Spieler des VfR lebten. „Das ist eine echte Mannschaft, die zusammenhält und in der jeder für den anderen einsteht“, beschreibt Huy einen wichtigen Charakterzug seiner Truppe.

Konstant gute Leistiung des Teams

Ein weiterer wichtiger Faktor auf dem Weg zum Titel war für den Fehlheimer Trainer auch die Konstanz, die sein Team die komplette Saison gezeigt hatte – und das vor allem bei den vermeintlichen Pflichtaufgaben. „Das haben unsere Verfolger nicht geschafft – und das war am Ende entscheidend“.

Trainingsfleiß und eine ausgeprägte Siegermentalität haben die Fehlheimer in ihrer Meistersaison ausgezeichnet. Auch wenn es mit Torjäger Max Schwerdt (20 Tore) oder dem Allrounder Karlo Soltic Spieler im Team gab, die an gewissen Tagen den Unterschied ausmachten, es war am Ende die Breite des Fehlheimer Kaders, die der Schlüssel des Erfolges sein sollte.

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„Sieht man einmal von der Phase vor der Winterpause ab, waren wir eigentlich immer in der Lage, Qualität von der Bank nachzuschieben. Wenn dann Spieler ausgefallen sind, gab es andere, die den Platz eingenommen und ihre Aufgaben erfüllt haben. Das war definitiv ein großer Pluspunkt für uns,“ hebt Sascha Huy diesen Aspekt noch einmal hervor.

Mit fast dem gleichen Personal ging der Aufsteiger dann im Sommer in der Verbandsliga in die aktuelle Saison, erwischte zunächst auch keinen optimalen Start, sollte sich dann aber schnell in der neuen sportlichen Heimat akklimatisieren.

Angesichts von möglichen fünf Absteigern und einem Vorsprung von gerade einmal sechs Zählern auf den Relegationsplatz liegt das Hauptaugenmerk beim VfR nach der Winterpause zunächst einmal darauf, die noch fehlenden Punkte zum sicheren Klassenerhalt zu sammeln. „Wenn wir das geschafft haben, können wir uns neue Ziele setzen“, so Sascha Huy. net