AdUnit Billboard
Kindernachrichten-Podcast

Martins- und Weihnachtsgänse

Von 
fw
Lesedauer: 

Am 11. November war der Gedenktag des heiligen Sankt Martin. Die Geschichte des römischen Ritters, der seinen Mantel mit seinem Schwert zerteilte, um einem frierenden armen Mann zu helfen, ist eine sehr bekannte Erzählung des christlichen Glaubens. An diesem Tag gibt es Laternenumzüge und Martinsbrezeln, die sich ebenso gut teilen lassen wie sein Mantel. Ein weiterer Brauch dieses Tages ist die sogenannte „Martinsgans“. Diese wird oft mit Rotkohl und Klößen serviert.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Doch was hat der Soldat und spätere Bischof und Heilige Sankt Martin mit dem Essen einer Gans zu tun? Die Bürger der französischen Stadt Tours waren sehr von den Taten Martins beeindruckt und beschlossen, ihn zu ihrem nächsten Bischof zu weihen. Als Martin davon erfuhr, war er zu bescheiden, um diese Ehre anzunehmen. Um sich dieser Situation zu entziehen, versteckte er sich vor den Bürgern von Tours, die weiterhin darauf beharrten, dass Martin die richtige Wahl sei. In einem Gänsestall fand Martin dann das passende Versteck für sich. Jedoch begannen die Gänse laut zu schnattern, als er sich zu ihnen in den Stall gesellte, woraufhin er entdeckt wurde und die Ehre der Bischofsweihe schließlich annahm. Seitdem gilt Martin als der Schutzpatron der Gänsezucht.

Fred Fuchs © MM

Zudem beginnt am 11. November die vorweihnachtliche Fastenzeit. In dieser Zeit ist fettiges Essen für gläubige Christen nicht erlaubt. An Weihnachten endet diese Zeit – und das wird erneut mit einem Gänsebraten gefeiert. Des Weiteren war es früher üblich, dass die Bauern ihren Lehnherren Pacht zahlen mussten – also Abgaben, die sie für die Nutzung des Landes zu zahlen hatten. Das geschah nicht immer mit Geld, sondern auch oft mit Lebensmitteln und Tieren, wie zum Beispiel Gänsen.

90 Prozent der in Deutschland verzehrten Gänse werden in der Zeit von Martinstag bis Weihnachten gegessen. fw

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Diese Folge der Kindernachrichten gibt es hier zum Nachhören.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1