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Ökumenischer Rat der Kirchen

Christen aus aller Welt zu Besuch an der Bergstraße

Eine Exkursion mit 30 Teilnehmern aus Karlsruhe führte nach Bensheim

Von 
red
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Bergstraße. Die Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) in Karlsruhe, an der 4000 Gäste aus 350 Mitgliedskirchen teilnehmen, geht heute zu Ende. Zuvor hatte man einen Exkursionstag eingelegt. Ein Ausflug führte nach Bensheim.

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Mehr als 30 Delegierte des internationalen Christentreffens informierten sich über die Arbeit verschiedener Einrichtungen. Erste Station war das Konfessionskundliche Institut (KI) in Bensheim, ein Arbeitswerk der Evangelischen Kirche in Deutschland, das nach eigenen Angaben die größte ökumenewissenschaftliche Forschungsstelle im deutschsprachigen evangelischen Bereich ist.

Dekan Arno Kreh mit Karin Ritter, Nina Nicklas-Bergmann, Silke Bienhaus, Sabine Allmenröder und Tilman Pape (von links) in Karlsruhe. © Dekanat

Die Referenten des Instituts Miriam Haar (Referat Anglikanismus und Weltökumene), Dagmar Heller (Referat Orthodoxie), Jonathan Reinert (Referat Weltökumene) und Lothar Triebel (Referat Freikirchen) erläuterten das Motto des Instituts „Den Nächsten kennen wie sich selbst“. Deshalb erforsche die Bensheimer Einrichtung die verschiedenen christlichen Konfessionen und fördere den Austausch zwischen akademischer Theologie und kirchlicher Praxis. Das KI biete zudem Fort- und Weiterbildungskurse zu konfessionskundlichen Themen an und berate die Kirchenleitungen und kirchliche Entscheidungsträger in ökumenischen Fragen.

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Die Gäste – vorwiegend aus Afrika und Lateinamerika – stellten interessierte Nachfragen und machten deutlich, dass sie eine solche Einrichtung auch in ihren Ländern wünschten, wo sich inzwischen ebenfalls verschiedene Konfessionen und Glaubensrichtungen etabliert hätten. Auf die Frage, warum das KI nicht auch praktische Nächstenliebe leiste und Hilfsprojekte für Bedürftige im globalen Süden unterstütze, lautete die Antwort der Referenten, dafür gebe es professionelle Einrichtungen wie Brot für die Welt oder die Diakonie Katastrophenhilfe.

Unter den Kirchendelegierten, die sich nach Bensheim aufmachten, waren auffallend viele Menschen mit Behinderung. Das lag besonders an der zweiten Station des Besuches: die Christoffel-Blindenmission (CBM), die ihren Sitz in Bensheim hat und in Asien, Afrika und Lateinamerika viele Hilfsprojekte insbesondere für Menschen mit Behinderung betreibt. Das erklärte Ziel der CBM ist es, den Kreislauf aus Armut und Behinderung in Entwicklungsländern zu durchbrechen und für Menschen mit Behinderungen bessere Lebensqualität und Chancengleichheit zu schaffen.

Zum Abschluss besichtigte die ÖRK-Gruppe die Unesco-Welterbestätte Kloster Lorsch. Den Auftakt hingegen gab es in der Bensheimer Michaelskirche. Pfarrer i. R. Stefan Kunz bezeichnete es als große Ehre für die Gemeinde, dass Christen aus aller Welt hier Gottesdienst feiern. Das Christentum, so sagte er in seiner Predigt, lebe davon, den Glauben mutig und freudig in aller Welt zu leben. Musikalisch gestaltet und von den internationalen Gästen mir reichlich Applaus bedacht wurde der Gottesdienst von Propsteikantor Christian Mause und der Kantorei.

Einen Tag zuvor hatte eine sechsköpfige Gruppe aus dem Evangelischen Dekanat Bergstraße die ÖRK-Vollversammlung in Karlsruhe besucht. Sie verfolgten die Plenumsdebatte über den Ukraine-Krieg. Alle Rednerinnen und Redner hätten dabei die Unterstützung der russisch-orthodoxen Kirchenleitung für Putin zum Teil scharf kritisiert, berichtete der Ökumene-Pfarrer im Bergsträßer Dekanat Tilman Pape. Bedauerlicherweise hätte sich kein Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche, die in Karlsruhe anwesend sind, in der Debatte zu Wort gemeldet. red

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