Inklusion - Bundestagsabgeordneter Michael Meister hat den integrativen Markt in Lindenfels besucht

Keine Zukunftsängste beim Nahkauf

Von 
red
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Bundestagsabgeordneter Michael Meister informierte sich bei Jörg Schmidt-Rohr (AQB) und Marktleiter Timo Bayerlein über die Lage im Lindenfelser Nahkauf. © CDU

Lindenfels. Wie ist die Perspektive des integrativen Nahkauf-Marktes in Lindenfels? Das wollte der Bergsträßer Bundestagsabgeordnete Michael Meister (CDU) bei seinem dortigen Besuch wissen, wie es in einer Pressemitteilung aus seinem Wahlkreisbüro heißt. Ihn empfingen Timo Bayerlein (Marktleiter) und Jörg-Schmidt-Rohr von der Firma AQB (Arbeit und Qualifizierung für Menschen mit Behinderung), Betreiber des Marktes.

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Der vorherige Betreiber, das Markthaus Mannheim, hatte sich im Wege des Insolvenzverfahrens im Dezember 2019 von dem Laden in Lindenfels getrennt. Dieser wurde von der AQB übernommen. „Wir haben natürlich Änderungen vorgenommen“, so Schmidt-Rohr: „Wir haben die Räumlichkeiten und das Sortiment erweitert und bieten auch regionale Produkte an. Mit Rewe haben wir einen Liefervertrag und haben nun das Rewe-Sortiment.“ Dazu gebe es Waren Backwaren eines Bergsträßers Bäckers. Der Umsatz sei gut, man blicke optimistisch in die Zukunft.

50 Prozent haben ein Handicap

Schmidt-Rohr führte Meister durch den Laden, wodurch der Gast auch einen Eindruck von der Arbeit der dort beschäftigten Menschen mit Behinderung bekam. Der AQB-Vertreter wies darauf hin, dass die Kunden die Inklusion teilweise gar nicht mehr bemerken, sie hätten die Menschen mit Handicap so angenommen wie sie sind. 50 Prozent seiner Mitarbeiter hätten eine Behinderung. Entsprechend ihrer Stärken würden sie im täglichen Betrieb eingebunden.

Auf Nachfrage von Meister erklärte Bayerlein, dass der Übergang von der Behindertenwerkstatt in das Berufsleben im Nahkauf also sehr gut funktioniere. Schmidt-Rohr bemerkte, dass der Marktleiter nicht nur den normalen Marktbetrieb leiten müssen, sondern zudem noch die Integration fachlich und menschlich begleiten müsse. „Das ist das Besondere aber auch Schöne an meinem Beruf“ erklärte Bayerlein. Die Förderung der Mitarbeiter mit Behinderung, ergänzte Schmidt-Rohr sei maßgeblich für einen Inklusionsbetrieb.

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Meister ist der Meinung dass die Bundesregierung mit dem Bundesteilhabegesetz Rolle, Aufgaben und Finanzierung der Inklusionsbetriebe hervorragend verankert habe. Gerade im Hinblick auf Inklusion werde im Markt Gutes geleistet. Dieser Markt sei ein Gewinn für die Gesellschaft und im Speziellen auch ein Gewinn für Lindenfels. red