Atomkraftwerke Autobahnen werden doch auch nicht zurückgebaut

Lesedauer

„Kernkraftwerke zählen zu den besten der Welt“, BA-Leserforum vom Freitag, 20. Januar

Der Leserbrief war ein Beitrag ganz nach aus meinem Herzen; endlich mal eine Stellungnahme zu einem aktuellen Thema von einem Fachmann.

Mehr zum Thema

Rückbau Handwerkliche Fehler führten zur Fukushima-Havarie

Veröffentlicht
Mehr erfahren
Atomausstieg

Kernkraftwerke zählen zu den besten der Welt

Veröffentlicht
Mehr erfahren

Rückbau Atommüll todsicher im Keller einlagern

Veröffentlicht
Mehr erfahren

Unser Deutschland wird zu einem Führungsland in Europa gezählt, aber in Sachen Strom aus Kernkraft nehmen wir den letzten Platz ein. Warum ist das so und warum hat unsere Regierung den Atomausstieg beschlossen? Es war diesmal nicht die derzeitige rot-grüne Regierung, sondern die Vorgänger-Regierung unter der Führung von Angela Merkel, und die ist selbst Physikerin; hat sie sich zu wenig mit der Nutzung der Kernkraft beschäftigt? Aber da gab es leider zwei Unfälle: einen in Tschernobyl und vor knapp zwölf Jahren eine Naturkatastrophe in Fukushima, Japan, die ein Kraftwerk in den Supergau brachte. Die Folge davon war, dass der Atomausstieg in Deutschland zur beschlossenen Sache wurde. Aus Angst oder Fürsorge? Und die anderen Länder? Hatten die weniger Angst, dass es auch bei ihnen zu einer Katastrophe kommen könnte?

Der Leserbriefschreiber hatte recherchiert, dass weltweit 442 Kernkraftwerke in Betrieb sind; stellen diese Kkw’s ein weniger hohes Risiko dar? Hier kommt mir der Vergleich mit einem Autobahnbetrieb in den Sinn: Millionen Fahrzeuge befahren die Autobahn täglich. Plötzlich macht ein Pkw-Fahrer einen groben Fehler – ein Falschfahrer verursacht einen Riesencrash; und das kommt leider öfters vor. Aber es kommt doch keinem in den Sinn, deswegen die Autobahn zuzuschließen oder gar zurückzubauen? Die Wirtschaft würde zusammenbrechen. Durch Ursachenforschung wird daran gearbeitet, dass das Unfall-Risiko auf den Autobahnen dezimiert wird. Und genau daran wird bei den bestehenden Kkw’s ständig gearbeitet, um sie auf dem neusten Stand zu halten, obwohl die Kkw’s heute schon in Deutschland zu den besten der Welt gehören, wie der Autor in seinem Leserbrief erwähnte.

Keine ökonomischen Aspekte

Aus den Diskussionen innerhalb unserer Ampel-Regierung, besonders unter den Grünen, unsere drei Kkw’s zur Vermeidung einer Energiekrise eine Zeitlang weiterlaufen zu lassen oder nicht, ist zu erkennen, wie schwer es den Politikern fällt, eine einmal getroffene Entscheidung rückgängig zu machen; ich habe den Eindruck, dass hier nicht nach sinnvollen ökonomischen Gesichtspunkten entschieden wird, sondern rein politisch.

Und genauso ist die Entscheidung politisch, den CO2-Anteil in der Luft zu reduzieren; wie vermessen ist der Mensch. CO2 ist nicht verantwortlich für die Erderwärmung, denn es ist erwiesen, dass der CO2-Gehalt bisher nicht vor, sondern circa 1200 Jahre nach der Erwärmung erhöht aufgetreten ist. Es ist mittlerweile zur „CO2-Lüge“ geworden, wenn von selbsternannten Klimapäpsten behauptet wird, dass die Klimakrise menschengemacht ist. (Man bekommt ja schon ein schlechtes Gewissen, wenn man CO2-Kartuschen kauft, um das Leitungswasser im Wassersprudler mit Kohlendioxid anzureichern). Wir Menschen können das Klima nicht beeinflussen, weil der Klimawandel astro-physikalische Ursachen hat (wir Christen glauben, dass Gott, unser Schöpfer, dafür zuständig ist); das Klima ändert sich nämlich unabhängig vom CO2. Deswegen ist das Gerede um dem angeblich schädlichen CO2 nichts weiter als eine politische Ideologie. Im Gegenteil: CO2 ist das Gas des Lebens – die Pflanzenwelt benötigt CO2, um uns Lebewesen Sauerstoff abzugeben.

Winfried Schwarzkopf

Bensheim

Leserbrief-Richtlinien online: www.bergstraesser-anzeiger.de/leserforum