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Elf-Punkte-Plan

Wohnungsbau: Lampertheim will mitreden

Investoren müssen Bedingungen erfüllen

Von 
red/sm
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Bergstraße. Die Lampertheimer Stadtverwaltung will eine „wohnungspolitische Strategie“ auf den Weg bringen. Wie es in einer Mitteilung heißt, soll langfristig bezahlbarer Wohnraum zur Miete für breite Bevölkerungsschichten geschaffen werden. Dabei wolle man die veränderten Bedingungen mit Blick auf den Wohnraum berücksichtigen, die sich durch den demografischen Wandel ergeben. In dem Zusammenhang könnten etwa kleinere Wohnungen gebaut werden, außerdem soll die Barrierefreiheit weit oben auf der Agenda stehen. Auch durch Krieg und Vertreibung ankommende Flüchtlinge müssten untergebracht und integriert werden, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung.

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Um neben privatwirtschaftlichen Unternehmen selbst aktiv Wohnraum zu schaffen, hat die Stadtverwaltung eine elf Punkte umfassende Strategie erarbeitet. Dabei gehe es in erster Linie darum, die Bedingungen für Wohnungsbau zu schaffen.

Stadt will Vorkaufsrecht nutzen

„Wir reden hier davon, Flächen für den Wohnungsbau zu entwickeln und zur Verfügung zu stellen“, teilte Bürgermeister Gottfried Störmer (parteilos) mit. Diese Flächen könnten dann von externen Bauträgern mit Wohnraum bebaut werden. Wichtigstes Mittel sei dabei die Nutzung des sogenannten Vorkaufsrechtes. Dadurch könne sich die Stadt wichtige Grundstücke sichern, um diese von Bauträgern bebauen zu lassen. Hierfür sehe der Plan auch vor, dass sich die Verwaltung intern neu aufstellt und die Zusammenarbeit mit externen Bereichen neu ausrichte. Um sicherzustellen, dass auf Grundstücken, welche von der Stadt verkauft werden, „nicht ausschließlich Luxuswohnungen entstehen“, erhalte die Verwaltung auf diese Weise ein entscheidendes Instrument. Die Vergabe der Grundstücke erfolge nicht zum Höchstpreis. Viel mehr solle das beste Konzept nach Maßgabe festgelegter Kriterien die Vergabeentscheidung leiten.

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red
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„Konkret bedeutet dies, dass die Stadt festlegen kann, unter welchen Bedingungen auf den Grundstücken neuer Wohnraum entsteht. Dies können beispielsweise klimafreundliche Bedingungen sein oder aber auch die Festlegung einer bestimmten Anzahl an Sozialwohnungen“, heißt es weiterhin von der Stadt. Diese Vorgehensweise ermögliche einen gesellschaftlichen Mehrwert vor wirtschaftlicher Rendite. Ein weiteres wichtiges Instrument sei etwa die Richtlinie „Gewährung von Zuschüssen zum Neubau im Bereich bezahlbarer Wohnraum“.

Wie in vielen anderen Städten und Regionen auch, bestehe in Lampertheim die dringende Notwendigkeit, bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Um hier entsprechende Anreize zu schaffen, habe die Verwaltung durch die Gewährung von Zuschüssen der stark rückläufigen Anzahl an bezahlbaren Wohnungen entgegengewirkt. „Diese Zuschüsse müssen sich in einem finanziell stemmbaren Rahmen bewegen“, wird Störmer in der Mitteilung zitiert. Die Verwaltung habe das Konzept den Parteien in der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt und wird das elf Punkte umfassende Programm nun gemeinsam mit den Fraktionen in den Fachausschüssen diskutieren.

Neben privaten Anbietern ist die Stadt Lampertheim auch selbst als Anbieter von Wohnungen auf dem Markt aktiv. Derzeit hält die Verwaltung insgesamt 139 Wohnungen, bei denen allerdings ein erheblicher Sanierungsstau bestehe. red/sm

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