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Schönung bleibt Bürgermeister von Lorsch

Christian Schönung (CDU) bleibt Bürgermeister von Lorsch.

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tm
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Lorsch. Christian Schönung (CDU) bleibt Bürgermeister von Lorsch. Schönung wurde bei der Wahl heute mit 90,6 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Sein Herausforderer Wolfgang Burkard erhielt 9,4 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 48,8 Prozent.

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    Die Lorscher Bürgermeisterwahl ist abgeschlossen und nun auch formal abgehakt. Nachdem Wahlleiter Rainer Dluzak direkt nach der Stimmenauszählung am Sonntagabend das vorläufige Endergebnis mit der Wiederwahl von Christian Schönung verkündet hatte, kam am Donnerstagabend vorschriftsmäßig der Wahlausschuss in einer öffentlichen Sitzung zusammen, um über das endgültige Ergebnis zu beschließen. Erstmals „Wahlbeobachter“ dabei Interessierte Bürger zog es, abgesehen von den Gremiumsteilnehmern, nicht zu dieser Zusammenkunft im Paul-Schnitzer-Saal. Dabei hätte man diesmal durchaus erwarten können, dass der Termin Publikum lockt. Schließlich hatten sich zur Stimmenauszählung am vorigen Sonntag in Lorsch auch – erstmals – „Wahlbeobachter“ angemeldet, die die Arbeit der rund 100 Wahlhelfer aus nächster Nähe persönlich verfolgten. Der Wahlkampf war zudem anders, es gab dabei keine Diskussionen um Lorscher Themen. {element} Wahlbeobachter waren ein Novum in Lorsch, wie jetzt auch Wahlleiter Dluzak im Rückblick auf das Kandidaten-Duell sagte. Die Wahlbeobachter stammten vornehmlich aus dem Umfeld des parteilosen Herausforderers Wolfgang Burkard, der die Direktwahl mit weniger als zehn Prozent der Stimmen (9,44 Prozent) deutlich verlor. Nach nur wenigen Minuten war die Tagesordnung der Ausschuss-Sitzung abgearbeitet, die allerdings auch nur einen einzigen Punkt beinhaltete. Das Gremium mit fünf anwesenden Teilnehmern bestätigte einstimmig, dass die Bürgermeisterwahl ordnungsgemäß durchgeführt wurde, das Ergebnis nun amtlich bekannt gemacht werden kann. Über 90 Prozent der Stimmen Die überwältigende Mehrheit der Wähler votierte am Wahlsonntag dafür, dass der bisherige Amtsinhaber Schönung seine Arbeit als Chef im Stadthaus weitere sechs Jahre lang fortsetzen kann. Der 53-Jährige erhielt mehr als 90 Prozent der Stimmen (90,56 Prozent). Das herausragende Ergebnis war am Wahlabend von zahlreichen Parteifreunden und weiteren Unterstützern des Christdemokraten vielfach gelobt worden. Unter anderem Landrat Christian Engelhardt würdigte im Stadthaus dabei Lorsch als Beispiel einer „lebendigen Demokratie“. Über die Wahlbeteiligung – sie belief sich auf 48,73 Prozent – wurde nicht geklagt. Sie wurde sogar als „weitaus höher“ als von manchen befürchtet bezeichnet. Die Beteiligung in Lorsch sei deutlich besser als in Gernsheim gewesen, hieß es am Donnerstag auch in der Ausschuss-Sitzung. In Gernsheim fanden zeitgleich zu Lorsch Bürgermeisterwahlen statt, es gab ebenfalls zwei Bewerber und der CDU-Kandidat und Amtsinhaber gewann sie. Die Beteiligung in Gernsheim lag bei nur 44,4 Prozent. Ob man sich über eine Wahlbeteiligung von weniger als 50 Prozent tatsächlich freuen kann, darüber werden die Meinungen unterschiedlich ausfallen. Es ist schließlich die Mehrheit der insgesamt 10940 wahlberechtigten Lorscher, die der Wahl fern blieb. Ihre Unzufriedenheit haben möglicherweise die 277 Wähler ausdrücken wollen, die zur Wahl gingen, aber ungültig abstimmten. {furtherread} Die Beteiligung in Lorsch an einer Bürgermeisterwahl jedenfalls war noch nie so niedrig wie diesmal, obwohl auch alle Fraktionen im Stadtparlament zum Wählen aufgerufen hatten. 2016 lag sie noch bei 53,8 Prozent, 2011 bei 61 Prozent, 1999 bei 68 Prozent. Eine Wahlpflicht, immer wieder einmal gefordert, gibt es hierzulande aber bekanntlich nicht. Bei der Bürgermeister-Direktwahl in Lorsch gab es keinerlei besondere Vorkommnisse, stellte der Wahlausschuss am Donnerstag fest. Auch die „Wahlbeobachter“ hatten an der Wahl in Lorsch nichts zu beanstanden, berichtete Dluzak. Alle Wahlniederschriften werden nun, wie üblich, für sechs Jahre aufbewahrt. Im Mai wird der Wahlsieger vereidigt, die dritte sechsjährige Amtszeit für Christian Schönung beginnt im Juni. Die nächste politische Wahl für die Bürger ist im Herbst 2023 die Landtagswahl.

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    Manches ähnelte bei dieser Bürgermeisterwahl der Entscheidung vor sechs Jahren – auf den ersten Blick. Auch 2016 waren die Lorscher mitten in der Adventszeit zum Gang an die Wahlurnen aufgerufen worden. Auch Anfang Dezember 2016 handelte es sich um ein Duell, bei dem sich der Amtsinhaber letztlich klar durchsetzte. Gegenkandidatin war damals Annette Hemmerle-Neber (SPD), die 36,9 Prozent der Stimmen holte. Auch 2016 beteiligte sich bereits nur gut jeder zweite Berechtigte an der Wahl, knapp 54 Prozent setzten damals ein Kreuzchen. Diesmal war aber vor allem vieles anders als bei vorhergehenden Bürgermeisterwahlen. Es gab kaum Wahlkampf-Veranstaltungen und es wurde im Gegensatz zu früheren Terminen nicht um Lorscher Sachthemen diskutiert. Dass ein Herausforderer als unabhängiger Kandidat antritt, ist in Lorsch keine Premiere. {element} Zuletzt hatte das 2011 der in diesem Jahr verstorbene Hans-Jürgen Brunnengräber gewagt. Dass ein Bewerber aber kaum aktiv auf seine Vorstellungen für die künftige Stadtentwicklung aufmerksam macht, womöglich keine konkreten Ideen dafür hat, das hat es so noch nicht gegeben. Was Burkard als Bürgermeister erreichen wollte, blieb unklar. „Lorsch lernt lieben“ hatte er sein Programm betitelt. Bekanntheit erlangte der junge, 33 Jahre alte Bewerber, mit lauten Veranstaltungen wie den „Spaziergängen“. Die Menschenzüge führt Burkard jeden Mittwochabend in Lorsch trommelnd an. Von viel Getrommel und Sprechchören für Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung waren auch die beiden Kundgebungen begleitet, zu denen der Bürgermeisterkandidat am Karolingerplatz eingeladen hatte. Gastredner kritisierten dabei vielfache Aspekte deutscher Politik, zu Lorsch aber war so gut wie nichts zu hören. {furtherread} Die Auftritte irritierten und nervten viele in Lorsch – nicht wenige sahen die Demokratie in Gefahr. Dass keine weiteren Bürgermeister-Kandidaten, von Parteien nominiert, antraten und trotz des Duells kein echter Wettstreit stattfand, bedauerten viele Lorscher, mancher sah es als „Armutszeugnis“. Alle im Stadtparlament vertretenen Fraktionen riefen diesmal dazu auf, den Amtsinhaber zu unterstützen, als demokratisch bewährten Bewerber. sch

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