Entscheidung am Montag in der Sitzung des Kreistags Kleines Felsenmeer erhalten

Von 
ik
Lesedauer: 

Heppenheim/Juhöhe. Im Zuge der Erweiterung des Steinbruchs der Granitwerke Röhrig soll „Das kleine Felsenmeer“ verlegt werden, das sich auf dem betreffenden 6,2 Hektar großen Gelände mitten im Wald befindet. Dazu müsste allerdings zunächst die Ausweisung der Unteren Naturschutzbehörde als Naturdenkmal aufgehoben werden. Bereits am Montag, 18. März, steht das Thema auf der Tagesordnung des Kreistages des Kreises Bergstraße. Eine Aussprache ist dazu nicht vorgesehen.

Ersatz soll ausgewiesen werden

AdUnit urban-intext1

In der Beschlussvorlage heißt es, das „Kleine Felsenmeer“ sei stark eingesunken, verwachsen und schlecht zugänglich. Anstatt des bestehenden Naturdenkmals soll ein in räumlicher Nähe befindliches Blockmeer als Ersatz-Naturdenkmal ausgewiesen werden. Dieses Blockmeer sei wesentlich größer, eindrucksvoller und besser erreichbar. „Die Schutzgründe ,Eigenart‘ und ,Schönheit‘ sind bei dem Ersatz-Naturdenkmal höher zu bewerten als beim bestehenden Naturdenkmal“, empfiehlt der Ausschuss für Regionalpolitik und Infrastruktur dem Kreistag.

Bürgerinitiative dagegen

Die Bürgerinitiative „Für Schutzwald und kleines Felsenmeer“ fordert den Kreistag in einer Pressemitteilung auf, sich gegen die Beschlussvorlage zu entscheiden. Immerhin greife das Vorhaben zur Steinbrucherweiterung in den Regionalplan Südhessen ein, der das Gebiet als Vorranggebiet für Forstwirtschaft ausweist. Das Regierungspräsidium Darmstadt und die Regionalversammlung Südhessen, die diese Änderung beschließen müssen, haben darüber noch gar nicht entschieden. „Wir halten es für nicht akzeptabel, bei einem so kritischen Verfahren ohne Aussprache im Kreistag und im Vorgriff auf noch ausstehende Entscheidungen der Regionalversammlung, ein Naturdenkmal, das bereits seit 1997 besteht, zu löschen“, erklärt Benjamin Höfle, Pressesprecher der Bürgerinitiative. ik