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Die Liebe in unterschiedlichen Facetten

Neue Ausstellung unter dem Titel „Mamma Mia Amore Mio“ wird am Freitag eröffnet

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ps
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Bensheim. In der in diesem Jahr letzten Ausstellung im Forum des Bensheimer Museums zeigen drei junge und in der Szene angesagte Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeiten: Unter dem Titel „Mamma Mia Amore Mio“ präsentiert das Museum vom 11. November bis zum 15. Januar Werke von Inga Kerber, Corinne von Lebusa und Moritz Schleime.

Die drei sind nicht nur drei Freunde, sondern vor allem auch drei Entdeckungen aus Leipzig und Berlin. Dabei sind die einzelnen Positionen der drei durchaus unterschiedlich. Wie könnte es auch anders sein, wenn es um die „Liebe“ mit all ihren unterschiedlichen Facetten geht.

Im Museum wird am Freitag eine Ausstellung mit Werken der Künstler Corinne von Lebusa (Bild), Inga Kerber und Moritz Schleime eröffnet. © Galerie Kleindienst

Inga Kerber: Sie arbeitet analog in einer zunehmend digitaler werdenden Welt. Dabei bedient sie sich abgelaufener Fotofilme oder Textilien aus ehemaligen DDR-Beständen und schafft mit daraus entstandenen Einzelobjekten außergewöhnliche Raumkompositionen. Ihre Figurenführung ist perspektivisch verdreht. Überdehnte Körper sind eingebettet in die Natur. Hier gestaltet die Künstlerin den weiblichen Körper als eine Mischung aus Schlangenmensch und Schlingpflanze. Sie sind von arabesker Biegsamkeit – so als würden sie mit der Ornamentik der Natur verschmelzen.

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Moritz Schleime: Seine Malerei hat einen ihrer Ursprünge in der Jugendkultur der 1990er Jahre. Monster, Phantasiewesen, leuchtende Augen im Dschungel, genauso wie wartende und in sich gekehrte junge Frauen sind wiederkehrende Motive und verweisen unter anderem auf die frühen „Point and Click Adventuregames“ und großen Gefühle des „Coming of Age“.

Schleimes Werke sind scheinbar frech und rotzig – ein Wechselbad der Gefühle, die von Romantik über Hoffnung bis hin zu rauschhaften Zuständen reichen. Seine Werke entführen uns in ein Universum der Gegensätze. Er präsentiert uns die volle Bandbreite an Emotionen, die zwischenmenschliche Beziehungen für die Menschheit bereithalten können.

Corinne von Lebusa: Sie malt Szenenbilder – eingefrorene Momente, in denen Anfang und Ende offen sind. Ihre Welten haben kein Interpretationskorsett und fordern die Betrachtenden dazu auf, sich selbstständig den Inhalten der oftmals kleinen Formate zu nähern – oder besser: den Werken besonders nahe zu treten. Denn Lebusas Arbeiten verhandeln den Blick auf den weiblichen Körper.

Was im ersten Moment so ästhetisch verlockend erscheint, erweist sich nicht selten als humorvoll. Scheinbar eindeutige Szenen – Anfang und Ende sind ungewiss – werfen Fragen auf, deren Antworten die Künstlerin bewusst offenlässt. Eine Einladung zur Anregung der eigenen Phantasie? Und zu gerne möchte man Mäuschen spielen, wenn die Reaktionen der Besucherinnen und Besucher bei der Betrachtung der Werke sichtbar werden. Denn die Szenen der 1978 geborenen Künstlerin entlocken bei uns allen das Gefühl, auf frischer Tat ertappt worden zu sein und dem Reiz des Voyeurismus ein wenig zu erliegen.

Die Eröffnung der Ausstellung findet an diesem Freitag, 11. November, um 19 Uhr im Museum Bensheim (Marktplatz 13) statt. Corinne von Lebusa, Inga Kerber und Moritz Schleime werden bei der Vernissage anwesend sein, um mit den Besucherinnen und Besuchern in Bensheim ins Gespräch zu kommen: über ihre Kunst und über die humorvoll-schräge Seite des Lebens und der Liebe. ps

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