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Sankt Georg

600 Gläubige, zehn Priester, zwei Bischöfe

Die eritreisch-orthodoxe Gemeinde feierte am Wochenende ihr Hochfest des heiligen Teklehaimanot

Von 
red
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Die Bischöfe aus Eritrea bedankten sich bei Doris Kellermann vom Pfarrgemeinderat Sankt Georg für die Gastfreundschaft und Unterstützung. © Gemeinde

Bensheim. Nach zweijähriger Coronapause konnte die eritreisch-orthodoxe Tewahdo Kirche wieder ihr wichtigstes Fest, das Hochfest des heiligen Teklehaimanot, dem Patron ihrer Gemeinde, in der Bensheimer Stadtkirche Sankt Georg feiern.

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Schon viele Jahre verbindet eine ökumenische Freundschaft die katholische Stadtkirche und die orthodoxe Gemeinde der Eritreer, die gewöhnlich ihre regelmäßigen Gottesdienste in Heppenheim feiern.

Die Heilige Bundeslade der Gemeinde wird allerdings in Sankt Georg aufbewahrt, und hier werden auch die großzügigen Gemeinderäume für die vielen Gläubigen genutzt, die von weit her nach Bensheim kommen.

Ungewohnt für die Ohren

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red
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So begann die liturgische Nacht am Freitagabend mit 250 Gläubigen, die genau wie die zehn Priester und 15 Diakone von München, Freiburg, Ulm und Stuttgart, aber auch Darmstadt, Frankfurt, Mannheim und Heidelberg angereist kamen.

Vier Kantoren waren für die musikalische Gestaltung verantwortlich und sorgten mit Chören, aber auch einer Theatergruppe, für ein liturgisches Programm, ergänzend zu Predigten und Schriftlesungen der Geistlichen. Ungewohnt für die Ohren der Bensheimer waren sicher die Klänge der Trommeln und Rasseln, die schwungvoll und lebendig die Glaubenstiefe und Hingabe der eritreischen Christen zum Ausdruck brachten.

Doris Kellermann vom Pfarrgemeinderat von Sankt Georg zeigte sich berührt von der Art und Weise, wie in dieser Kultur Gottesdienst gefeiert wird. „Da können wir uns in vielerlei Hinsicht ein Beispiel nehmen“, sagte sie im Gespräch mit dieser Zeitung. „Nicht nur das tiefe Gottvertrauen, auch die Hingabe, über eine ganze Nacht hinweg zu beten und zu singen und Predigten zuzuhören, beeindrucken mich zutiefst.“

In der Nacht kamen immer mehr Gläubige hinzu, so dass die Zahl der Gottesdienstbesucher am Morgen auf 600 angewachsen war. Eine besondere Ehre wurde dem Vorbereitungsteam des Gemeindevorstands unter Leitung von Mehari Stephanus zuteil, als die beiden Bischöfe Abune Lukas und Abune Petros in den frühen Morgenstunden angereist kamen. Bischof Lukas ist der Stellvertreter des Patriarchen von Eritrea und somit einer der ranghöchsten Vertreter der orthodoxen Kirche in Eritrea überhaupt.

„Ich bin sehr froh über den großen Zuspruch unserer Feier und dankbar für die Gastfreundschaft der katholischen Kirche Sankt Georg“, betonte Mehari Estifanos aus dem Gemeinderat. Die eritreisch-orthodoxe Gemeinde ist schon lange in Bensheim, Heppenheim und Umgebung auf der Suche nach eigenen Räumen, die kontinuierlich für pastorale Zwecke genutzt werden können und sammelt hierfür auch Spenden.

Aber bis es so weit ist, werden die freundschaftlichen Beziehungen zu Sankt Georg, neben den regelmäßigen Gottesdiensten in Sankt Peter Heppenheim, sicher noch viele vergleichbare liturgische Feiern in ökumenischer Verbundenheit ermöglichen. red

Info: Informationen unter: Abune- teklehaimanot@gmx.de, Spendenkonto: IBAN DE35 5095 1469 0000 0502 70

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