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Wie aus Luft und Wind Schnee wird

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ad
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Fred Fuchs © MM

Die Weihnachtsferien sind vorbei. Vielleicht wart ihr ja mit eurer Familie Ski- oder Snowboardfahren. Doch wusstet ihr, dass Wintersport heutzutage nicht mehr vom Wetter abhängig ist? Denn, wenn es nicht genug schneit, können Schneekanonen zum Einsatz kommen. Aber wie funktioniert das eigentlich?

Kurz gesagt, benötigt man für Kunstschnee lediglich zwei Zutaten: Luft und Wasser. Bei natürlichen Schneeflocken dauert es sehr lange, bis sie fertig zum Boden hinabschweben. Zunächst sammeln sich in kalten Wolken feine Wassertropfen um ein winziges Teilchen an und gefrieren. Zuerst sind es exakt sechs Wasserteilchen, an die sich wiederum neue Tröpfchen ankleben, die auch gefrieren. Das geht immer so weiter, bis die Schneeflocke groß und schwer ist, so dass sie aus der Wolke fällt und es schneit.

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Bei Kunstschnee muss dieser Vorgang jedoch deutlich schneller gehen. In Skigebieten kann man Schneekanononen oder Schneelanzen oft entlang der Pisten sehen. Diese Lanzen sind fest installiert und sehen aus wie Straßenlaternen. Schneekanonen hingegen können überall hinbewegt werden, wo sie gebraucht werden. Hinten an der Kanone ist ein großer Propeller angebracht.

Er wirbelt in kurzer Zeit viel Luft durch die Kanone und erzeugt eine Art Windkanal. Vorne sitzen kleine Düsen, durch die mit viel Druck Wasser gepresst und zerstäubt wird. Was dann passiert, können man sich ungefähr so vorstellen: Wenn uns Wind um die Ohren pfeift, dann wird uns kalt. Vor allem, wenn wir vorher nass geworden sind. So ergeht es auch den Wassertropfen in der Schneekanone, denn sie fangen an zu frieren. Diese Kanone nützt jedoch nichts, wenn die Temperatur nicht bei mindestens null Grad liegt. ad

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