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Prozess nach Schüssen auf Kiosk von verfeindeter Gruppe

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dpa
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Frankfurt. Rund eineinhalb Jahre nach einem Überfall mit Schusswaffen auf einen Kiosk in Frankfurt beginnt am Dienstag (21.6.) vor dem Landgericht Frankfurt der Prozess gegen sechs Männer. Zwei 23 und 30 Jahre alte Beschuldigte sollen dabei Ende Januar 2021 insgesamt elf Schüsse abgefeuert haben. An dem Kiosk sollen sich zum Tatzeitpunkt acht Personen aufgehalten haben. Sie blieben laut Staatsanwaltschaft unverletzt, weil sie die bewaffneten Angreifer kommen sahen und in das Innere des Gebäudes flüchteten. Hintergrund sollen Auseinandersetzungen zweier rivalisierender Gruppen gewesen sein.

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Die Staatsanwaltschaft wirft den sechs Männern im Alter zwischen 22 und 39 Jahren versuchten Totschlag, schweren Landfriedensbruch und Verstöße gegen das Waffengesetz vor. Die Angeklagten sollen Teil einer etwa 30-köpfigen Gruppe gewesen sein, die laut Anklage in einer Kolonne von insgesamt acht Autos an dem Kiosk im Frankfurter Ostend vorfuhr. Die mutmaßlichen Täter hatten demnach Schusswaffen und Schlagwerkzeuge dabei.

Vier weitere Angeklagte im Alter zwischen 22 und 39 Jahre müssen sich wegen Beihilfe vor der Schwurgerichtskammer verantworten. Sie hätten durch ihre Anwesenheit bei dem Angriff mitgewirkt, heißt es in der Anklage. Ein größerer Polizeieinsatz beendete den Überfall.

Das Gericht steht vor einer umfangreichen Beweisaufnahme mit zahlreichen Zeugen und Sachverständigen. Schon jetzt sind 13 Verhandlungstage bis Ende August vorgesehen. Fünf der Angeklagten befinden sich in Untersuchungshaft.

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