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Gedenken

Missbrauchsbeauftragter will Mahnmal für Opfer in der ehemaligen Odenwaldschule

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dpa/lhe
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Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, unterstützt Pläne für ein Mahnmal für die Opfer sexueller Gewalt in der ehemaligen Odenwaldschule in Heppenheim. © Thomas Neu

Frankfurt/Heppenheim. Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, unterstützt Pläne für ein Mahnmal für die Opfer sexueller Gewalt in der ehemaligen Odenwaldschule in Heppenheim. "Die Errichtung eines angemessenen Mahnmals gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen, das der riesigen Dimension des Unrechts entspricht, das den Odenwaldschülern dort durch Lehrkräfte angetan wurde, unterstütze ich sehr", sagte er der "Frankfurter Rundschau" (Mittwochausgabe). Nach Informationen der Zeitung sind die Überlegungen für ein solches Mahnmal schon weit fortgeschritten. Ein Entwurf sei bereits von einer Jury ausgewählt worden.

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Vor mehr als zehn Jahren kam der jahrelange systematische sexuelle Missbrauch von Schülern ans Licht. Studien zufolge sollen mehr als zwei Dutzend Lehrkräfte und andere Mitarbeiter der Schule an den Verbrechen an bis zu 900 Schutzbefohlenen beteiligt gewesen sein. Die Odenwaldschule, an der Prominente wie der Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit oder der Schriftsteller Klaus Mann die Schulbank drückten, ist als Institution nach Bekanntwerden des Skandals Geschichte. Das Internat musste schließlich Insolvenz anmelden, und nach mehr als 100 Jahren wurde 2015 der Schulbetrieb eingestellt.

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