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Kindernachrichten-Podcast

Einst eine Zuflucht für die Mönche

Von 
fw
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Bei Arbeiten für einen neuen Wassertank auf der Starkenburg in Heppenheim fand man vier alte Mauern, die mit der Zeit von Erde überdeckt worden waren. Die Starkenburg wurde im Jahr 1065, also vor fast tausend Jahren, gebaut. Sie diente damals zum Schutz des Klosters Lorsch. Wenn die Mönche aus Lorsch Zuflucht suchten, weil sie sich vor möglichen Angriffen im Kloster nicht gut schützen konnten, fanden sie Zuflucht auf der Starkenburg. Angeblich gab es zu dieser Zeit einen unterirdischen Tunnel, der direkt vom Kloster in die Burg führte. Gefunden hat man diesen bis heute jedoch nicht. Damals hieß die Burg noch Burcheldon. Zweihundert Jahre später wurde die Burg dann als „Starkimberg“, also stark im Berg, genannt, was später zu Starkenburg wurde. Im Jahr 1765 gab es keinen Grund mehr, dass die Burg weiterhin belebt war und die Bewohner verließen die Burg. Da sich niemand mehr um das Gebäude kümmerte, verfiel es zu einer Ruine. Sieben Türme bleiben weiterhin erhalten. Drei 16 Meter hohe Wehrtürme stehen an den Ecken des Burggeländes. Der höchste Turm ist der Bergfried, der in den 1920er Jahren neu errichtet wurde. Der alte Bergfried musste aufgrund von Einsturzgefahr abgerissen werden. Er ist 38 Meter hoch. Ganz oben findet sich eine der vielen Aussichtsplattformen der Starkenburg. Heute gibt es auch eine Jugendherberge auf der Starkenburg, die mit 121 Betten viel Platz für Klassenfahrten bietet. Ein Held der Starkenburg war der Hund Melampus. Er war damals fester Teil des Burglebens und überbrachte angeblich Nachrichten durch den Geheimgang zum Kloster Lorsch. Bei einem Angriff auf die Burg soll der Hund verstorben sein. Man fand bei der Sprengung des alten Bergfrieds angeblich Hundeknochen im Geröll. Der Legende nach bewacht der Geist von Melampus heute noch den Geheimgang, sowie den Burgschatz, der dort verborgen liegen soll. fw

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Fred Fuchs © MM

Diese Folge der Kindernachrichten gibt es hier zum Nachhören.

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