Gemeindevertretung - Peter Rohlfs berichtete über Maßnahmen des Gewässerverbandes Bergstraße / Umlage steigt um zwei Prozent Rückhaltebecken bei Reichenbach soll nächstes Jahr aufgerüstet werden

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Thorsten Matzner
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Reichenbach. Der Gewässerverband Bergstraße wird in den nächsten Jahren das Regenrückhaltebecken in Reichenbach umbauen. Peter Rohlfs (LBL) berichtete in der Gemeindevertretung von einer Sitzung des Verbandes.

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Das Becken solle sicherheitstechnisch aufgerüstet und einen zweiten Durchlass erhalten. Dazu solle ein neues Rohr durch den Damm getrieben werden. Geplant seien die Arbeiten für das kommende Jahr, sagte Rohlfs. In diesem Jahr liefen noch Deichsanierungen und Renaturierungen bei Gernsheim und zwischen Einhausen und Biblis.

Eine Integration des geplanten Landschaftspflegeverbandes Bergstraße in den Gewässerverband sei nicht vorgesehen. Er habe in der Verbandsversammlung darauf hingewiesen, dass damit doppelte Strukturen vermieden werden könnten, so Rohlfs. Schließlich betreue der Gewässerverband bereits große Flächen im Kreisgebiet und habe Fachleute für Umwelt und Ökologie. Eine Integration der Aufgaben sei aber vom Land nicht gewünscht, habe Geschäftsführer Ulrich Androsch erläutert.

Lästige Tiere und Pflanzen

Bereits vor vier Jahren seien die Kommunen laut Landrat Christian Engelhardt (CDU) wegen eines Landschaftspflegeverbandes angesprochen worden. Rohlfs bemängelte, die LBL habe von einer solchen Anfrage in Lautertal nichts erfahren. Weiter schwierig sei im Kreis die Lage bei den sogenannten invasiven Pflanzen und Tieren entlang der Gewässer. Dabei handelt es sich um einschleppte Arten, die sich in der Region unkontrolliert verbreiten können, weil ihnen die natürlichen Feinde fehlen.

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Bisam- und Nutriaratten dürften nicht mit Fallen bekämpft werden. Gleichzeitig würden die Tiere auch nicht bejagt. Bei neuen Deichen werde stattdessen für viel Geld ein Wühlschutz eingebaut.

Pflanzen wie der Asiatische Knöterich und das Springkraut sowie Tiere wie der Amerikanische Flusskrebs und asiatische Muschelarten seien inzwischen bis in den Odenwald hinein anzutreffen. Mehrmaliges Mähen der Flächen im Jahr könne gegen die Pflanzen helfen, sei aber teuer. Chemische Mittel zur Bekämpfung seien nicht zugelassen, sagte Peter Rohlfs.

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Die Umlage der Gemeinde an den Verband werde in diesem Jahr erneut steigen. Seien im vergangenen Jahr 40 200 Euro zu zahlen gewesen so seien es jetzt zwei Prozent mehr und damit 41 000 Euro. Für die kommenden Jahre seien weitere Erhöhungen von jeweils einem Prozent geplant. tm/Bilder: Neu

Redaktion Lokalredakteur Lautertal/Lindenfels