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Umwelt

„Stadtgärtchen“ an der Friedhofstraße

Der Verein „Genial regional“ hat ein „Urban Gardening Projekt“ gestartet / Weitere Mitstreiter willkommen

Von 
. red
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Schüler und Lehrer der Metzendofschule, Kinder und Betreuerin des Albertus-Kindergarten sowie Stadtrat Adil Oyan haben zusammen mit anderen Gästen das „Stadtgärtchen“ des Vereins „Genial Regional“ an der Friedhofstraße 35 in Bensheim eingeweiht. © Ottmar Meissner

Bensheim. Essbare Kräuter, snackbares Gemüse und Naschobst entlang der Hausmauer an der Friedhofstraße 35 in Bensheim pflanzen, pflegen und ernten: Das sind Ziele für das „Urban Gardening Projekt“, das der Verein „Genial regional Heidelberg Rhein-Neckar“ mit Partnern in der Friedhofstraße vorantreibt. Wer Lust hat mitzumachen, ist eingeladen, Ideen, Know-how, Materialien und Pflanzen sowie Arbeitskraft und -zeit einzubringen, heißt es von Seiten des Vereins. In der vergangenen Woche wurde das „Stadtgärtchen“ offiziell eingeweiht.

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Umweltdezernent Adil Oyan lobte die Initiative: „Genial Regional ist als Vorreiter der Förderung regionaler Lebensmittel ein bedeutender Ideengeber. Die Aktivitäten des Vereins tragen dazu bei, Bürgerinnen und Bürger für dieses wichtige Thema und damit auch für Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu sensibilisieren.“ Er übergab einen Zuwendungsbescheid über eine kleine Summe als Starthilfe für das Pilotprojekt „Urban Gardening“ sowie eine „Naschpflanze“ für die zukünftigen Beete. „Ich wünsche mir, dass viele diese tolle Idee nachahmen“, sagt er und wies auf zwei in Planung befindliche städtische Projekte hin, die von den Erfahrungen des Pilotprojektes profitieren und lernen könnten: Zum einen das angedachte „Urban Gardening Projekt“ auf dem ehemaligen Hoffart-Gelände und zum anderen das Projekt „Klimahelden“ mit dem Schwerpunkt Ernährung, das noch in Planung ist und nach den Sommerferien gemeinsam mit dem Geo-Naturpark gestartet werden soll.

Mit einer Kantholzbank bereichert die Metzendorfschule in Bensheim das „Stadtgärtchen“. Die Auszubildenden habe ihr Werkstück zur Eröffnung dort ausgestellt. „Wir haben im Lernfeld 8 des Lehrplans der Zimmerer im zweiten Lehrjahr im Bereich des Fachwerkbaus diese Kantholzbank konstruiert,“ berichtet Dirk Rensen als Projektbetreuer. „Es sollten weitestgehend die traditionellen zimmermannsmäßigen Holzverbindungen wie Verzapfungen und Überblattungen in die Planung einer tragfähigen und robusten Gartenbank eingehen.“ Darüber hinaus wurde über das Thema Ergonomie und Sitzmöbel gesprochen. So sollte sich die traditionell handwerklich hergestellte Bank in das Thema von handwerklich hergestellten Lebensmitteln durch das „Urban Gardening“ einpassen. „Stichworte wie Nachhaltigkeit, Naturbelassenheit, Regionalität und Handarbeit waren prägend für die Planung, Herstellung und Verwendung dieses Bauwerks aus Fichtenholz“, erklärt Rensen.

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Der Verein „Genial regional Heidelberg Rhein-Neckar“ wurde im November 2020 digital gegründet, um das Thema Klimaschutz durch regionale Lebensmittel ins Bewusstsein der Menschen zu bringen. Der Verein arbeitet Kreis- und Landesgrenzen überschreitend im Naturraum Bergstraße-Odenwald, Kraichgau und Heidelberg. Er ist gemeinnützig anerkannt. Vorsitzende ist Brigitte Zimmermann-Petrullat, die in Bensheim in der Friedhofstraße 35 die das Geschäft „Jahreszeiten regional erleben“ betreibt.

Für das Jahr 2022 haben sich die Mitglieder, die zum überwiegenden Teil von der hessischen und badischen Bergstraße stammen, das Thema Klimaschutz durch Urban Gardening vorgenommen. Vorgespräche zu einem konkreten Projekt in Bensheim fanden bereits mit der städtischen Umweltberaterin Maria Romero Martin statt. Sie hat es auch stadtintern vorgestellt und positives Feedback erhalten.

Mit dem Pilotprojekt auf versiegelter Fläche entlang der Hausmauer soll die Machbarkeit verschiedener Anliegen getestet und für Nachahmer dokumentiert werden. Es geht dabei unter anderem um folgende Themen:

Wie kann man Anwohner, Einrichtungen wie den Albertuskindergarten und weitere Akteure motivieren, mitzumachen?

Wie kann auf der privaten Fläche neben dem Gehweg mit Pflanzen Klimaschutz und die Lebensqualität in diesem Bereich verbessert werden, ohne Beeinträchtigung des öffentlichen Verkehrs?

Wie kann man mit wenig Budget, Altmaterialien und ehrenamtlicher Arbeit an der Friedhofstraße eine grüne Insel mit pflegeleichten Nutzpflanzen schaffen?

Wie können Hochbeete und Kübelpflanzen mit insektenfreundlichen Wildblumen den Standort aufwerten?

Welche Kräuter, Obst- und Gemüsesorten sind für das Projekt geeignet?

Auch wenn für das Projekt vor allem Altmaterialien (Holzpaletten, Steingut, Metalldosen) und Pflanzenspenden verwendet werden sollen, wird von Seiten der Vereins einiges an Material (Erde, Pflanzen, Schautafeln etc.) zu beschaffen sein. Für das Projekt bekommt der Verein einen kleinen Zuschuss von der Stadt Bensheim und wird Vereinsmittel und Eigenleistungen einbringen.

Interessierte Menschen aus der Nachbarschaft sind eingeladen, sich an dem Projekt zu beteiligen. Fragen beantwortet die Vorsitzende Brigitte Zimmermann-Petrullat freitags zwischen 15 und 18 Uhr im Laden „Jahreszeiten regional erleben“ oder per E-Mail: genialregional@t-online.de . red

Info: Weitere Inforamtionen über den Verein auch im Internet unter www.genialregionalverein.de

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