Corona-Krise - Kammer fordert Öffnungsstrategie IHK wirbt für Augenmaß

Von 
fas
Lesedauer: 

Mannheim. Mit einem eindringlichen Appell für eine angemessene Strategie zur Wiederöffnung der Wirtschaft hat sich der Präsident der Industrie- und Handelskammer Rhein-Neckar (IHK), Manfred Schnabel, an die Politik gewandt. In einer Mitteilung vom Freitag forderte Schnabel, Bund und Länder sollten einen „evidenzbasierten Ansatz wählen, statt an pauschalen Schließungen ganzer Branchen festzuhalten“. „Die simple Alternative ,weiterer Lockdown oder Öffnung‘ wird weder dem Ernst der Lage noch den Erfordernissen einer effektiven Pandemiebekämpfung gerecht“, kritisierte der IHK-Präsident.

„Nicht zielführend“

AdUnit urban-intext1

Die Kammer schlägt unter anderem vor, dass Unternehmen ab 15. Februar wieder öffnen dürfen, soweit sie durch Infektionsschutzpläne und eine geringe Kontaktzahl den Schutz von Kunden und Mitarbeitern gewährleisten können. Sollte angesichts des weiteren Verlaufs der Corona-Pandemie eine breite Öffnung der Wirtschaft nur unter weiteren Voraussetzungen möglich sein, wäre aus Sicht der IHK zum Beispiel eine vorübergehende Erhöhung der pro Kunde erforderlichen Fläche denkbar. Eine Differenzierung von Maßnahmen nach Ländern oder gar Stadt- und Landkreisen sei allerdings gerade in der Metropolregion Rhein-Neckar „nicht zielführend“. Kanzlerin Angela Merkel will am kommenden Mittwoch mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. fas