IG Metall startet Aktionstage zur Tarifrunde

Von 
Alexander Jungert
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Mannheim. Kurz vor dem dritten Verhandlungstermin in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie an diesem Donnerstag hat die Mannheimer IG Metall ihre Entschlossenheit bekräftigt. „Wer geglaubt hat, Gewerkschaften und Betriebsräte sind aktuell zur Passivität verdammt und handlungsunfähig, der wird eines Besseren belehrt werden“, erklärte Thomas Hahl, Chef der Mannheimer IG Metall, laut Mitteilung.
In zwölf Betrieben in Mannheim, darunter John Deere, Caterpillar und Alstom (ehemals Bombardier), plant die Gewerkschaft am Mittwoch und Donnerstag Aktionstage. Zusammen mit Betriebsräten und Vertrauensleuten sollen die Beschäftigten über die Tarifrunde informiert werden – bei virtuellen Veranstaltungen und teilweise vor Ort unter Einhaltung der Corona-Sicherheitsregeln.
Für diesen Donnerstag haben sich die Tarifparteien für Baden-Württemberg auf einen dritten Verhandlungstermin verständigt. Das Ende der Friedenspflicht wird laut Gewerkschaft bundesweit mit einem digitalen Aktionstag am 1. März eingeleitet. Danach sind Warnstreiks in den Betrieben möglich.
Die IG Metall fordert in der Tarifrunde unter anderem ein Entgelt-Volumen von vier Prozent bei zwölf Monaten Laufzeit. Zuletzt hatte der Arbeitgeberverband Südwestmetall vor weiteren Belastungen in der Corona-Pandemie gewarnt. Noch sei der Ausblick zu ungewiss.
Die bisherigen Verhandlungen hätten, wie Hahl erklärte, gezeigt, dass die Arbeitgeber die Krise nutzen wollten, um tarifvertragliche Standards abzusenken. „Das werden wir nicht zulassen. Denn für uns steht die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten an erster Stelle. Und das heißt, dass wir ein starkes Tarifergebnis brauchen, mit sicheren Perspektiven für die Beschäftigten, mit guten Entgelten und Antworten auf die großen Zukunftsfragen der Industrie hinsichtlich der Transformation.“

 

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Redaktion Alexander Jungert, 1980 in Bruchsal geboren, hat beim "Mannheimer Morgen" volontiert und ist seit 2010 Wirtschaftsredakteur. Während des Studiums arbeitete er unter anderem für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und den "Tagesspiegel" in Berlin. Schreibt am liebsten darüber, was regionale Unternehmen und deren Mitarbeiter umtreibt.