Kfz-Handwerk - IG Metall erhöht Druck mit weiteren Warnstreiks

Beschäftigte „stinksauer“

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jung
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Mannheim. Auch in der kommenden Woche sind Warnstreiks in Mannheimer Kfz-Betrieben geplant. Das teilte die IG Metall mit. Details nannte sie zunächst nicht. Bereits in den vergangenen Tagen hatten sich in Mannheim und der Region insgesamt rund 500 Beschäftigte an Aktionen beteiligt, unter anderem bei den Niederlassungen von BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen.

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Nullrunde bei Löhnen

Streit gibt es vor allem um die teilweise Kündigung des Manteltarifvertrags durch die Arbeitgeber, etwa, was die Wochenarbeitszeit betrifft. Weiter fordert der Arbeitgeberverband des Kfz-Handwerks Baden-Württemberg die Einführung des Samstags als Regelarbeitstag sowie eine Nullrunde bei Löhnen und Gehältern bis Ende 2022.

Die Beschäftigten seien „stinksauer“, sagte Benedikt Hummel, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Mannheim, laut Mitteilung. „Sie haben zur Bewältigung der Herausforderungen der letzten Monate mit großer Leistungsbereitschaft und Flexibilität beigetragen, die Zahlen in den Automobilkonzernen sind wieder hervorragend, und das soll der Dank dafür sein?“

Die nächste Tarifverhandlung ist am 18. Juni in der Nähe von Stuttgart. Die IG Metall fordert für die rund 55 000 Beschäftigten in Baden-Württemberg vier Prozent mehr Geld für zwölf Monate. 

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