ADAC-Sommerreifentest: Mehr Licht als Schatten

Von 
Rudolf Huber
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mid Groß-Gerau - Beim Verschleiß unterscheiden sich die Testkandidaten zum Teil erheblich. © ADAC

Diese Noten können sich sehen lassen: Überwiegend "gut" und "befriedigend", nur je einmal "ausreichend" und "mangelhaft" - so schnitten die Kandidaten beim ADAC Sommerreifentest 2021 ab. Auf Gummi und Rillen geprüft wurden insgesamt 32 Reifen für Mittelklasse- und Untere-Mittelklasse-Fahrzeuge. Dabei enttäuschten etliche auf Nässe. Und auch beim Verschleiß gab es Gründe zur Kritik.

Beim Test-Durchfaller Firestone Roadhawk (Mittelklasse, Reifendimension 225/50 R17) schlug die mangelhafte Leistung auf nasser Fahrbahn durch. Der ADAC: "Beim Nassbremsen aus einer Geschwindigkeit von 80 km/h kam er fast zwei Fahrzeuglängen später zum Stehen als der Spitzenreiter Semperit Speed-Life 3 in dieser Disziplin." Urteil: nicht empfehlenswert.

Die vier mit "gut" bewerteten Reifen in dieser Dimension - Falken Azenis, Continental Premium Contact 6, Kumho Ecsta PS71 und Bridgestone Turanza - sind im positiven Sinn Allrounder. Sie können sowohl bei Nässe als auch auf trockener Fahrbahn überzeugen und sind sparsam im Verschleiß und Verbrauch.

Das Schlusslicht in der Golfklasse (Reifendimension 205/55 R16) ist zugleich der einzige runderneuerte Reifen des diesjährigen Tests: Der mit "ausreichend" bewertete King Meiler Sport 1 hat nicht nur den zweitlängsten Trockenbremsweg, sondern zeigt vor allem auf nasser Fahrbahn nur schwache Leistung. Auch ist er sehr laut. "Zwar punktet ein aufbereiteter Pneu durch Ressourcenschonung und einen niedrigen Preis, das geht bei diesem Modell jedoch zu Lasten der Sicherheit", so ADAC-Testleiter Dino Silvestro.

Besonders empfehlenswert sind in dieser Dimension der Continental Premium Contact 6, der Semperit Speed-Life 3 und der Bridgestone Turanza T005, sie schneiden in nahezu allen Einzeldisziplinen "gut" ab. Beim Verschleiß übertrifft der Goodyear EfficientGrip Performance 2 alle anderen Reifen: Er zeigt eine beeindruckende Laufleistung von über 55.000 Kilometern - und hält damit doppelt so lange wie der Nokian Wetproof, dessen Verschleißgrenze bei unter 25.000 Kilometern gemessen wurde.

Der ADAC-Profitipp: Beim Reifenkauf darauf achten, dass alle vier Pneus das gleiche Produktionsdatum und damit den gleichen technischen Stand haben. Außerdem empfehle es sich, einen genauen Blick auf das Abschneiden in den Einzeldisziplinen zu werfen und einen Reifen gemäß des eigenen Fahrprofils zu wählen.