Kriminalität - Weltweite Razzia mit mehr als 800 Festnahmen

Verdächtige in U-Haft

Von 
dpa
Lesedauer: 

Wiesbaden. Nach den Razzien gegen die Organisierte Kriminalität sind mehrere Tatverdächtige in Untersuchungshaft. „Die Gerichte sind uns in allen Anträgen gefolgt“, sagte Oberstaatsanwalt Benjamin Krause von der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Mittwoch. Der Schwerpunkt der Aktionen in Deutschland lag in Hessen.

AdUnit urban-intext1

Mit der Untersuchungshaft solle verhindert werden, dass die Verdächtigen flüchten und untertauchen. Teilweise hätten sich die Verdächtigen zu den Taten geäußert. Die Beweismittel würden aber noch weiter ausgewertet. Dabei gehe es sowohl um Betäubungsmittel als auch um sichergestellte IT-Geräte.

In Deutschland lag der Schwerpunkt der Razzien in Hessen. © dpa

Bundesweit waren bei den Razzien am Montag mehr als 70 Personen festgenommen worden, darunter mehr als 60 in Hessen. Die weltweite Zahl der Festnahmen bei dem internationalen Schlag gegen die Organisierte Kriminalität liegt bei mehr als 800. Es waren Tonnen an Drogen beschlagnahmt und große Mengen an Bargeld, Juwelen und Waffen sichergestellt worden.

Ermittler in den USA waren den Kriminellen auf die Spur gekommen, weil sie in einer monatelangen Operation verschlüsselte Netzwerke und Handys auswerten konnten. Bei der ZIT habe es in den vergangenen Monaten auch einen weiteren Ermittlungskomplex mit diesen sogenannten Kryptohandys gegeben, berichtete Oberstaatsanwalt Krause. Die Strukturen der Organisierten Kriminalität hätten sich in nahezu allen Bereichen stark auf Onlineplattformen wie das Darknet verlagert. 

AdUnit urban-intext2