Frankfurt. Unschädlich und ungefährlich: Schneller als geplant haben Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes am Sonntag in Frankfurt eine 500-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. „Es hat alles wunderbar geklappt. Die Zünder sind entschärft und mussten nicht rausgeschnitten werden“, sagte der Dezernatsleiter für öffentliche Sicherheit und Ordnung beim Regierungspräsidium Darmstadt, Thomas Rech. Das Regierungspräsidium ist hessenweit für den Kampfmittelräumdienst zuständig.
Vor der Bombenentschärfung mussten am Sonntag alle betroffenen Anwohner den Gefahrenbereich verlassen. Gemeldet sind hier rund 4500 Menschen. Die Polizei patrouillierte mit Lautsprecherwagen. Gegen 12 Uhr seien alle Transporte abgeschlossen gewesen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Alle Straßen seien kontrolliert worden. Die Bahn hatte im Vorfeld Reisende auf Verspätungen und Auswirkungen beim Zugverkehr während der Entschärfung hingewiesen. Viele Züge steuerten den Frankfurter Hauptbahnhof nicht mehr an.
Sprengstofffunde sind in Hessen keine Seltenheit. Immer wieder werden Altlasten des Kriegs gefunden. Nach einer vorläufigen Bilanz des Regierungspräsidiums Darmstadt wurden im vergangenen Jahr rund 100 Tonnen Granaten, Gewehrmunition oder Fliegerbomben unschädlich gemacht.