Tennis - Angelique Kerber völlig von der Rolle Ein zarter Hauch von Lustlosigkeit

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dpa
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Schon wieder in der Krise: Angelique Kerber. © dpa

Melbourne. Als Alexander Zverev schmunzelnd über sein neues Muskelshirt-Outfit und den zerhackten Tennisschläger plauderte, beschäftigte sich die frustrierte Angelique Kerber mit ihren Plänen für die nächste Woche. Gerade einmal 70 Minuten stand die ehemalige Weltranglisten-Erste und Turniersiegerin von 2016 am Montag auf dem Platz, ehe ihr Auftakt-Scheitern bei den Australian Open besiegelt war. Nach einem 0:6, 4:6 gegen die Amerikanerin Bernarda Pera.

Australian Open in Melbourne, Herren, Einzel, 1. Runde: ...

Australian Open in Melbourne, Herren, Einzel, 1. Runde: Alexander Zverev (Hamburg/6) - Marcos Giron (USA) 6:7 (8:10), 7:6 (7:5), 6:3, 6:2; Felix Auger-Aliassime (Kanada/20) - Cedrik-Marcel Stebe (Vaihingen) 6:2, 6:4, 6:2; Dominik Koepfer (Donaueschingen) - Hugo Dellien (Bolivien) 7:5, 6:2, 6:4; Dominic Thiem (Österreich/3) - Michail Kukuschkin (Kasachstan) 7:6 (7:2), 6:2, 6:3.

Damen, Einzel, 1. Runde: Serena Williams (USA/10) - Laura Siegemund (Metzingen) 6:1, 6:1; Bernarda Pera (USA) - Angelique Kerber (Kiel/23) 6:0, 6:4; Ons Jabeur (Tunesien/27) - Andrea Petkovic (Darmstadt) 6:3, 3:6, 6:4; Simona Halep (Rumänien/2) - Lizette Cabrera (Australien) 6:2, 6:1.

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„Ich habe mir die Reise nach Australien natürlich ganz anders vorgestellt. Wie meine Pläne sind, das weiß ich noch nicht“, sagte Kerber und sagte zum Abschied den recht ernüchternden Satz: „Ich weiß, wo ich stehe. Ich habe in der ersten Runde verloren.“

Weil in Andrea Petkovic (3:6, 6:3, 4:6 gegen die an Nummer 27 gesetzte Tunesierin Ons Jabeur) und Laura Siegemund (1:6, 1:6 gegen Serena Williams) zwei weitere deutsche Damen ausschieden, bleibt als einzige Deutsche Mona Barthel übrig. Die Schleswig-Holsteinerin trifft am Dienstag in der ersten Runde auf die Qualifikantin Elisabetta Cocciaretto aus Italien. Bei den Herren erreichte noch Dominik Koepfer aus Donaueschingen erstmals in seiner Karriere die zweite Runde in Melbourne; der als sogenannter Lucky Loser ins Feld gerutschte Cedrik-Marcel Stebe schied aus.

Koepfer gegen Thiem

Während sich Koepfer nun auf ein attraktives Kräftemessen mit dem an Nummer drei gesetzten österreichischen US-Open-Champion Dominic Thiem freute, wollte Angelique Kerber nicht lange drumherumreden. „Wenn ich das alles vorher gewusst hätte, hätte ich es mir zwei Mal überlegt“, sagte die deutsche Nummer eins, die wegen der Corona-Auflagen der australischen Gastgeber nach ihrer Einreise zwei Wochen in strikter Quarantäne verbracht hatte. Bei ihrem ersten Turnier in der vergangenen Woche war sie im Viertelfinale ausgeschieden.

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„Ich bin keine, die Ausreden sucht. Aber natürlich hat es einen Einfluss, wenn du zwei Wochen lang keine Bälle schlagen kannst“, sagte Kerber. Vor allem im ersten Durchgang blieb sie alles schuldig. Die Vorstellung erinnerte an ihren lustlosen Auftritt bei den French Open Ende September. Auch damals war sie in Runde eins gescheitert.

Die 33-Jährige bewegte sich schlecht, leistete sich viele einfache Fehler und gab den ersten Satz nach nur 18 Minuten mit 0:6 ab. Mickrige acht Pünktchen machte sie in dem Durchgang. dpa