Handball - Erst nach Ljubljana, dann über Graz und Wien nach Hause – die Partie bei Trimo Trebnje stellt die Rhein-Neckar Löwen vor Herausforderungen Europa-Rundreise mit Sportprogramm

Von 
Marc Stevermüer
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Mannheim. Von Frankfurt nach Ljubljana flogen am Montag die Rhein-Neckar Löwen. In der slowenischen Hauptstadt tritt der Handball-Bundesligist am Dienstag (20.45 Uhr/live bei DAZN) in der European League bei Trimo Trebnje an, anschließend geht es mit dem Bus ins österreichische Graz und von dort am Mittwoch über Wien nach Hause. Vor der kleinen Europa-Rundreise blicken wir auf die aktuelle Lage.

Welche Spieler müssen verletzt oder erkrankt passen?

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Torwart Mikael Appelgren fehlt weiterhin. „Seiner Schulter geht es ganz gut, zuletzt hat das Knie ein paar Probleme gemacht. Aber es wird von Tag zu Tag besser und wir haben die berechtigte Hoffnung, dass er in dieser Saison noch spielen wird. Angesichts der Vielzahl an Problematiken wage ich aber keine Prognose, wann das sein wird“, sagt Trainer Martin Schwalb. Kurzfristig melde sich außerdem noch Linksaußen Jerry Tollbring mit einem Magen-Darm-Infekt ab.

Was ist mit den zuletzt fehlenden WM-Fahrern?

Albin Lagergren i(rechts) ist zurück im Kader der Löwen. © Binder

Der Franzose Romain Lagarde sowie die Schweden Andreas Palicka und Albin Lagergren haben ihre Quarantäne nach der WM in Ägypten hinter sich. Aus Gründen der Belastungssteuerung verzichtet Schwalb aber freiwillig auf Lagarde und Schlussmann Palicka, zumal der Torwart immer wieder mit Knieproblemen zu kämpfen hatte und so viel wie möglich nach den extremen Strapazen bei der Weltmeisterschaft geschont werden soll. Lagergren wurde bei der WM nachnominiert, entsprechend hat er nicht so viele Spiele in den Knochen und flog deshalb mit der Mannschaft nach Ljubiljana.

Wer kehrt gegenüber den Spielen in Schaffhausen zurück?

Nikolas Katsigiannis hat seine hartnäckigen Wadenprobleme überwunden und wird am Dienstag mit dem 18-jährigen David Späth das Torwartduo bilden. Drittliga-Keeper Niklas Gierse blieb dafür in Deutschland.

Wie ist der Gegner einzuschätzen?

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Trimo Trebnje wird vom ehemaligen slowenischen Weltklasse-Spielmacher Uros Zorman trainiert, der Verein ist dessen erste Station als Chefcoach. Geprägt wurde der 41-Jährige von Talant Duschebajew, der zu den anerkanntesten Fachleuten auf der Welt gehört, zunächst Zormans Trainer war und ihn dann bei Vive Kielce zum Assistenzcoach beförderte. Der Slowene trat sein Amt in der Heimat mit dem Ziel an, die Dominanz des Serienmeisters RK Celje zu durchbrechen. Bislang gelang das nicht: Trebnje liegt drei Punkte hinter dem ruhmreichen Traditionsverein und hat schon ein Spiel mehr ausgetragen. Das direkte Duell mit Celje ging 25:28 verloren. Sein letztes Pflichtspiel bestritt Trimo am 12. Dezember – der fehlende Rhythmus dürfte eher den Rhein-Neckar Löwen helfen.

Wie ist die Ausgangslage für den Bundesligisten?

Das Tabellenbild ist extrem verzerrt, wegen der Corona-Pandemie kam es immer wieder zu Spielausfällen. Die Löwen haben als Tabellenführer der Gruppe D wie auch der Zweite GOG Gudme fünf Begegnungen bestritten und liegen drei Zähler vor dem dänischen Verfolger. Trebnje steht bei vier Punkten aus lediglich drei Spielen und könnte den Badenern bei einem Sieg theoretisch gefährlich im Kampf um Platz eins werden. Gewinn die Schwalb-Formation, deutet alles auf den anvisierten Gruppensieg hin. Der Achtelfinaleinzug ist sowieso nur eine Formsache und dürfte in der nächsten Woche gegen Tatabanya (Dienstag, 20.45 Uhr) und im Rückspiel gegen Trebnje (Donnerstag, 17 Uhr) auch rechnerisch perfekt gemacht werden.

Redaktion Handall-Reporter, Rhein-Neckar Löwen und Nationalmannschaft