Fußball - Hoffenheims Stürmer übernimmt beim wichtigen 4:0-Heimsieg über Werder Bremen eine Schlüsselrolle Bebou zündet den Turbo

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Jürgen Berger
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Angreifer Ihlas Bebou (rechts), hier im Duell mit Bremens Kevin Möhwald, erzielte den Hoffenheimer Führungstreffer. © dpa

Sinsheim. Bei Ihlas Bebou läuft es immer besser. Der Hoffenheimer Stürmer glänzte beim 4:0 (1:0)-Heimsieg über Tabellennachbar Werder Bremen als Vollstrecker und Vorbereiter. Der sprintstarke togolesische Nationalspieler sorgte in der 26. Minute für die Führung, den dritten TSG-Streich durch Munas Dabbur (49.) bereitete der 26-Jährige sehenswert vor. Bebou, der insgesamt bei sechs Saisontreffern steht, hat nun schon im dritten Bundesliga-Spiel in Folge geknipst. Christoph Baumgartner gelang nach einem entschlossenen Solo das 2:0 (44.), den Schlusspunkt setzte Neuzugang Georginio Rutter (90.). Diesmal war die Chancenverwertung, die oft eine große Hoffenheimer Schwäche ist, eine entscheidende Stärke.

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„Jeder von uns wollte dieses Spiel unbedingt gewinnen. Wir sind alle glücklich, dass die Effizienz diesmal gestimmt hat“, sagte Bebou nach dem wichtigen Erfolg, durch den die Kraichgauer der Vorsprung auf den Relegationsplatz auf acht Punkte vergrößern konnten. „Bei meinem Tor hatte ich sehr viel Zeit. Ich bin froh, dass ich den Ball reingemacht habe.“ Trainer Sebastian Hoeneß, der Bebou nach seiner Auswechslung in der 86. Minute mit einem breiten Lächeln im Gesicht abgeklatscht hatte, erklärte: „Diese Leistung kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Wir haben über 90 Minuten sehr stabil gespielt, das macht mich sehr stolz und tut uns tabellarisch gut. Ihlas kann man in den Mittelpunkt stellen.“

Fußball-Bundesliga 4:0 - Hoffenheim gewinnt gegen Bremen

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Die Kraichgauer versuchten von Beginn an, schnell in die Spitze zu spielen – anfangs allerdings zu oft durch die Mitte. Die Bremer blockten die Versuche meistens ab. In der 26. Minute netzte Bebou dann nach einer punktgenauen Vorlage von Mittelfeld-Stratege Diadie Samassekou eiskalt ein. Nachdem Schiedsrichter Robert Schröder zunächst auf Abseits entschieden hatte, korrigierte der Video-Referee zurecht diese Entscheidung. Das Hoffenheimer Tor zählte – und Bebou, der in der Vergangenheit im Abschluss oft zu unentschlossen agierte, durfte mit seinen jubelnden Teamkollegen aufatmen. Zwei Minuten zuvor hatten die Bremer nach einem Zweikampf von TSG-Verteidiger Kasim Adams und Werder-Stürmer Felix Agu einen Strafstoß gefordert. Es war auf den ersten Blick eine knifflige Szene, doch die TV-Bilder bestätigten Schröder. Es war kein Elfer. Mehr kam von den in allen Bereichen total enttäuschenden Norddeutschen nicht.

Starke Chancenverwertung

Die Elf von Trainer Hoeneß, der auf 13 Profis verzichten musste, bestimmte das Geschehen – und belohnte sich kurz vor der Pause erneut. Nachdem Baumgartner das Ziel zunächst noch per Kopf knapp verpasst hatte (42.), machte es der Österreicher in der 44. Minute besser. „Baumi“ zündete den Turbo, ließ die zu passiven Bremer Verteidiger stehen und spitzelte den Ball an Torhüter Jiri Pavlenka vorbei zum 2:0 in den Kasten. Durch die optimale Chancenverwertung befand sich die TSG in der Spur, um nach zuletzt vier sieglosen Pflichtspielen wieder einen Dreier einzufahren. Dabbur beseitigte mit dem 3:0 in der 49. Minute die letzten Zweifel. In der 64. Minute hätte der eingewechselte Andrej Kramaric nach starker Vorarbeit von Bebou fast den vierten Treffer erzielt. Für diesen sorgte schließlich Joker Rutter in der Schlussminute. „Es war eine deutliche und verdiente Niederlage. Die ersten beiden Tore waren zu billig“, haderte Werder-Verteidiger Theodor Gebre Selassie. Trainer Florian Kohfeldt, der Spekulationen über einen möglichen Sommer-Wechsel zu Borussia Mönchengladbach als Nachfolger von Marco Rose vor dem Match dementierte, ergänzte: „Es hat heute überhaupt nichts funktioniert.“

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Durch den verdienten Heimerfolg zog Hoffenheim an den Bremern vorbei auf Tabellenplatz elf. Im Europa-League-Rückspiel gegen Molde gilt es am Donnerstag (18.55 Uhr) in Sinsheim, den erstmaligen Einzug ins Achtelfinale zu schaffen. Die Chancen dafür stehen nach dem 3:3 im ersten Duell und dem gelungenen Liga-Auftritt gegen Bremen gut.

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