Fußball - Beide Clubs hoffen auf eine klare Entscheidung vom Verband / Trainer Savo Maksimovic bleibt beim SV Eintracht Zwingenberg und Rodau sehen Punktspiele bis Sommer skeptisch

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Zwingenberg/Rodau. Der Amateurfußball befindet sich weiterhin im Lockdown. Eine Perspektive für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs besteht momentan nicht. Der Zeitkorridor, die Saison 2020/21 zumindest in einer Einfachrunde bis Mitte Juni zu absolvieren (das vom Hessischen Fußball-Verband aktuell für durchführbar erachtete Szenario), wird immer schmaler. Die Hoffnung der Vereine auf einen Re-Start des regulären Wettbewerbs in den laufenden Ligen ist gering.

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Auch beim SV Eintracht Zwingenberg sieht man derzeit kaum Möglichkeiten, die Spielzeit halbwegs ordnungsgemäß ins Ziel zu bringen. „Ich denke, wir können noch ein paar Spiele in einer Freundschaftsrunde machen, und sollten uns dann auf die hoffentlich wieder reguläre Saison 2021/22 konzentrieren“, meint Thomas Reingruber. Der Sportliche Leiter der Eintracht kann nachvollziehen, dass sich der HFV bei seinem Vorgehen an den Beschlüssen der Politik auf Bundes- und Landesebene orientiert. Dennoch hält er eine zeitnahe, klare Ansage des Verbandes inzwischen für angebracht. „Es wird Zeit für eine Entscheidung.“

Trainer Savo Maksimovic ist in Zwingenberg seit fast einem Jahr im Amt. Er hat mit dem SV erst sieben Spiele bestritten und will endlich richtig loslegen. © Strieder

Beim C-Ligisten ist man derweil in die Planungen für die Saison 2021/22 eingestiegen. Die Trainerfrage ist geklärt. Savo Maksimovic, der das Team während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 übernahm, wird den SVZ auch in der nächsten Runde coachen, wie Reingruber berichtet. „Das ist im Verein schon so kommuniziert worden.“

Bislang haben die Zwingenberger unter Maksimovics Regie wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sieben Partien (vier Punkte) bestritten. Wie für den Club stand auch für Maksimovic die Fortsetzung der weiteren Zusammenarbeit nicht zur Diskussion. „Es war für mich früh klar, dass ich weitermachen will“, bestätigt der Übungsleiter auf Nachfrage.

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Die Zusammenstellung des Kaders soll laut Thomas Reingruber bis „Ende Februar, Anfang März“ abgeschlossen sein. Große Veränderungen beim Personal sind nicht zu erwarten. „Wir wollen uns punktuell verstärken, einige Spieler überlegen, altersbedingt oder aus privaten Gründen, ihre Karriere zu beenden.“

SC Rodau: Der Sportclub befindet sich ebenfalls mittendrin in den personellen Vorbereitungen für 2021/22. Mit Trainer Ron Hachenberger (Bild: Neu), der die Rodauer im Vorjahr von der B- in die A-Liga führte, strebt der Verein die Verlängerung der Kooperation an. „Ich bin zuversichtlich, dass es klappt“, hofft Mirco Müller, der Sportliche Leiter des SCR, auf den erfolgreichen Abschluss der Gespräche mit dem Coach bis zum Ende der kommenden Woche.

Zwei Neuzugänge in Rodau

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Auch die Kaderplanung für die nächste Spielzeit läuft; und auch in diesem Bereich sollen die meisten Fragen zügig abgearbeitet werden. Zwei Winter-Neuzugänge kann der Sportclub vermelden: Daniel Steinke (KSG Brandau) und Maurice Strauss (SV Schönberg) tragen ab sofort das Trikot des Zwingenberger A-Ligisten.

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Die Aussichten, die Runde ’20/21 zu einem Abschluss zu bringen, betrachtet Müller wegen der Vorgabe für die Durchführung des letzten Spieltages Mitte Juni skeptisch. „Wir wünschen uns zwar, dass die Vorrunde zu Ende gespielt und die Saison gewertet werden kann, aber das wird zeitlich sehr eng.“ Angesichts der langen Pause muss den Kickern ausreichend Trainingszeit vor dem Wiedereinstieg in den Wettkampf eingeräumt werden, betont Müller. „Zwei Wochen reichen da nicht.“

Aufgrund der derzeit fehlenden Perspektive für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs ’20/21 im Amateurfußball plädiert Mirco Müller für ein klares Statement des Verbandes. „Es wird langsam Zeit für den HFV, A oder B zu sagen.“ eh