Fußball - Offensivschwacher SVW verliert 0:1 bei Hansa Rostock Waldhof-Flaute an der Ostsee

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Ins Straucheln kam der SV Waldhof in Rostock. Auch der eingewechselte Mohamed Gouaida (re.) konnte keine Akzente in der flauen Offensive setzen. © PIX

Rostock/Mannheim. Die Rückfahrt war quälend lang, mehr als neun Stunden benötigte der SV-Waldhof-Tross, bis er in der Nacht auf Sonntag gegen halb zwei am Alsenweg angekommen war. Neun lange Stunden Zeit, um zu überlegen, warum es für die Mannheimer beim 0:1 (0:1) bei Hansa Rostock an der Ostsee wieder nicht mit etwas Zählbarem in der 3. Fußball-Liga geklappt hatte, warum das Offensivspiel gegenüber der Partie gegen Wehen nochmals einen Rückschritt machte.

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Zu den wenigen Lichtblicken in einer auch von Rostocker Seite spielerisch eher limitiert geführten Drittliga-Begegnung gehörten auf Waldhöfer Seite immerhin zwei Personalien. So gab Jesper Verlaat ein anständiges Debüt in der Dreier-Kette bei seinem ersten Startelf-Einsatz seit Anfang Dezember, und in den letzten zehn Minuten kehrte sogar Jan-Hendrik Marx zurück, der noch länger gewartet hatte. Seit dem siebten Spieltag setzten den Verteidiger Knieprobleme außer Gefecht.

„Ich freue mich natürlich, dass ich wieder schmerzfrei auf dem Platz stehen kann. Ich wollte Gas geben, um der Mannschaft noch zu helfen, aber das ist uns leider nicht geglückt“, hatte sich Marx einen anderen Einstand gewünscht, sah den Auftritt aber gewohnt differenziert. „Es war nicht alles schlecht, aber wir müssen natürlich beim Chancenherausspielen klarer werden, um den Gegner bezwingen zu können.“

Schließlich agierte der SVW läuferisch und kämpferisch auf Augenhöhe mit dem Tabellendritten und leistete sich in der Abwehr nur zwei Unaufmerksamkeiten – von denen eine nach einem weiten Einwurf allerdings auch wieder zum entscheidenden 0:1 durch Rostocks Nico Neidhart führte (22.). Die weitaus größere Problemzone war dagegen das nicht vorhandene Offensivspiel. So musste Hansa-Keeper Markus Kolke über 90 Minuten kein einziges Mal eingreifen, und egal wie es der SVW versuchte – es führte zu nichts.

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„Wir sind ein bisschen im Klein-Klein erstickt“, monierte Trainer Patrick Glöckner, das auf dem holprigen Rasen wenig zielführende Kurzpass-Spiel. Doch auch die Option mit langen Bällen auf eine körperlich präsentere Offensive in der zweiten Halbzeit mit Roczen im Strafraum fiel aus, weil es an den langen Bällen oder den Flanken mangelte. „Du brauchst diese Tiefenläufe, um eine Mannschaft wie Rostock auseinanderzuspielen. Das haben wir nicht geschafft“, räumte Glöckner ein,

SV Waldhof: Königsmann – Gohlke, Verlaat (79. Marx), Seegert , Costly, Schuster, Christiansen, Donkor (55. Kwadwo), Jasztrembski, Saghiri (46. Gouaida), Martinovic (46. Roczen. - Tor: 1:0 Neidhart (22.). - Schiedsrichter: Thomsen (Kleve). th