Fußball - Lilien wollen nach dem bitteren 2:3 beim FC St. Pauli nicht die Köpfe hängenlassen „Wahnsinn passt zu Darmstadt 98“

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lhe
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Darmstadt. Bei den Zweitliga-Fußballern des SV Darmstadt 98 saß der Frust über die verpassten Punkte im Gastspiel beim FC St. Pauli tief. „Das tut einfach weh“, sagte Torschütze Tim Skarke nach der 2:3 (0:1)-Niederlage der Lilien. Wie seine Teamkollegen war der 24-Jährige in seinen Gefühlen hin- und hergerissen. „Trotzdem hat man gesehen, was wir können. Da müssen wir dranbleiben. Wir behalten die Köpfe oben und bleiben positiv, aber heute ist es wirklich bitter.“

Lilien-Torjäger Serdar Dursun versteht die (Fußball-)Welt nicht mehr. © dpa
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Durch die unnötige Niederlage stecken die „Lilien“ mit 25 Punkten weiter im hinteren Tabellenfeld der 2. Bundesliga fest und haben lediglich fünf Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz. Ausschlaggebend war einmal mehr die eigene Abschlussschwäche. „Bis auf die Chancenverwertung kann ich meiner Mannschaft nichts vorwerfen, auch wenn wir die entscheidenden Aktionen hätten besser verteidigen können“, sagte Trainer Markus Anfang.

Die Treffer von Skarke (64.) und Serdar Dursun (66.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich nach 0:2-Rückstand durch Tore von Guido Burgstaller (26.) und Omar Marmoush (62.) reichten nicht aus. Burgstaller (82.) erzielte mit seinem zweiten Tor den Endstand und sorgte damit für reichlich Unzufriedenheit bei den Gästen.

Dabei gab es für die Hessen genügend Möglichkeiten, als Sieger vom Platz zu gehen. Alleine drei Mal verhinderte Aluminium einen Treffer. In der letzten Aktion klärte dann auch noch Sebastian Ohlsson (90.+4) sitzend auf der Linie für den Hamburger Kiez-Club. „Es ist Wahnsinn. Aber Wahnsinn passt zu Darmstadt 98 in dieser Saison“, sagte Dursun. Wäre der letzte Ball reingegangen, hätten sich alle in den Armen gelegen. So aber saßen die Hessen enttäuscht in der Kabine, berichtete der Stürmer.

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Der Kampfgeist ist dennoch geweckt und die Zuversicht für die kommenden Aufgaben groß. Schon am Freitag (18.30 Uhr) geht es gegen den Karlsruher SC weiter. „Wir wollen nicht mehr von Pech reden, sondern wir müssen mutig bleiben und die Punkte gegen den KSC holen“, sagte Dursun. lhe