Handball - HSG Bensheim/Auerbach muss wegen der Ausgangssperre heute schon um 17 Uhr beim Tabellendritten ran TuS Metzingen ist der nächste schwere Gegner für die Flames

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eh
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Wie am Samstag gegen Blomberg werden die Flames (hier im Einsatz Lisa Friedberger) auch heute in Metzingen mächtig gefordert sein. © Müller

Bensheim. Nach dem Duell mit der HSG Blomberg-Lippe am vergangenen Wochenende steht für die HSG Bensheim/Auerbach am heutigen Mittwoch das nächste Kräftemessen mit einem Top-Team an: Die TuS Metzingen, gecoacht von Ex-Flames-Spielerin Edina Rott, zählt aktuell zu den formstärksten Mannschaften der Frauenhandball-Bundesliga. Neun Siege in Folge und Tabellenplatz drei sind für die TuSsies notiert. Anpfiff der Partie in Metzingen ist wegen der in Baden-Württemberg geltenden nächtlichen Ausgangsbeschränkungen bereits um 17 Uhr.

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„Nach einigen Schwierigkeiten am Anfang steht Metzingen jetzt da, wo sie mit dem starken Kader zu erwarten waren“, blickt Heike Ahlgrimm auf den Kontrahenten. Vor der Saison hatte die Flames-Trainerin die TuS hinter den Titel-Favoriten SG BBM Bietigheim und Borussia Dortmund als Nummer drei der Liga geführt – eine Prognose, die sich bestätigt. „Beeindruckend“ findet Ahlgrimm die Siegesserie der TuS.

Allerdings hatten die „Pink Ladies“ zuletzt gegen den Neuling aus Halle-Neustadt beim 26:23-Auswärtserfolg vor allem in der zweiten Halbzeit einige Mühe, die zwei Punkte einzutüten.

Beste Werferinnen der Turn- und Sportvereinigung sind Marlene Zapf (Rechtsaußen) und Bo van Wetering (Linksaußen). Mit 79 (Zapf) und 78 Treffern (van Wetering) liegen die deutsche und die niederländische Nationalspielerin auf den Plätzen fünf und sechs der Scorerliste. Dass die beiden TuS-Außen in diesem Ranking so weit oben sind, ist Indiz für das Tempospiel der Metzingerinnen, erläutert Ahlgrimm und führt die Trefferquote des Duos zum einen auf „viele Gegenstöße“ und zum anderen auf ein gut funktionierendes Angriffsspiel über die Außenbahnen zurück. „Wir dürfen und werden uns nicht auf Zapf und van Wetering fokussieren“, verweist die 45-Jährige auf den starken Rückraum des Gegners. Auf Rückraum Mitte ist die Dänin Silje Brons Petersen (70 Tore), auf der halbrechten Position die deutsche Internationale Maren Weigel unterwegs.

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„Metzingen ist der Favorit, wir haben nichts zu verlieren, aber auch nichts zu verschenken“, sagt Ahlgrimm. Bei der jüngsten 24:31-Heimniederlage gegen den Vierten aus Blomberg handelten sich die Flames (9.) während der ersten 20 Minuten einen 4:13-Rückstand ein. „Es lag am Angriff“, begründet die Trainerin den mäßigen Einstieg in dieses Match. Drei Fehlwürfe und vier technische Fehler in der Anfangsphase hätten eine gewisse Verunsicherung bei ihren Spielerinnen ausgelöst. „Vorne hat uns der Mut gefehlt, das nimmt man dann vom Angriff mit in die Abwehr.“

Trotz dieser Anlaufschwierigkeiten habe sich die Mannschaft gefangen und sei Blomberg 40 Minuten auf Augenhöhe begegnet. Unter komplizierten Umständen einen Weg zurückgefunden zu haben in diese Begegnung, sei im Vergleich zur Vorsaison ein Fortschritt in der Entwicklung des jungen Teams, erklärt Ahlgrimm. „Aber wir müssen ehrlich sein, für Blomberg reicht es noch nicht.“

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Wie schon am Samstag fehlen bei der HSG heute in Metzingen Lotta Heider (beruflich verhindert) und Leonie Kockel (nach Infektion mit dem Corona-Virus). eh

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Info: Metzingen – Flames heute (17 Uhr) auf sportdeutschland.tv