Handball - Aufsteiger sollen sportlich ermittelt werden Trotz Saison-Abbruch stehen noch Entscheidungen aus

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Frankfurt. Im Handball-Amateurbereich bleibt es spannend – zumindest für eine Handvoll Mannschaften. Nachdem der Hessische Handball-Verband (HHV) frühzeitig bekanntgeben hatte, dass die neuerliche Verlängerung des Corona-Lockdowns eine Wertung der Saison 2020/21 unmöglich macht, geht nun der Blick auf die Bereiche, in denen der Spielbetrieb vom HHV zu bundesweiten Wettbewerben übergeht. Sprich: Wie werden die Deutschen Jugendmeisterschaften ab der B-Jugend und der Aufstieg in die 3. Liga vonstatten gehen?

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Auf Bezirksebene und in den Landesligen wird der Ball in dieser Runde nicht mehr fliegen, das war schon unmittelbar nach der Lockdown-Verlängerung klar und hat auch niemanden mehr in den Handball-Vereinen überrascht (wir haben berichtet). Doch schon im Vorfeld wies Gunter Eckart, Präsident des HHV, in einem Gespräch mit dieser Zeitung darauf hin, dass sowohl die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften der B-Jugenden als auch der Aufstieg aus der Oberliga in die 3. Liga möglichst nach sportlicher Qualifikation erfolgen soll.

Erbacher B-Jugend im Rennen

Neben der weiblichen B-Jugend der Flames könnte auch noch die männliche B-Jugend des SV Erbach vom Hessischen Handball-Verband (HHV) ins Rennen um die Deutsche Meisterschaft geschickt werden.

Das ambitionierte Team aus dem Heppenheimer Stadtteil wollte in dieser Runde in Hessen ganz oben angreifen, wurde aber wie so viele andere von der Corona-Pandemie ausgebremst.

Ob die Erbacher mit ihrem nach der Saison scheidenden Trainer Carsten Bengs tatsächlich den Sprung in Richtung „Deutsche“ schaffen können, ist noch unklar.

Im Gegensatz zu den Bensheimerinnen ruht der Trainingsbetrieb beim SVE aktuell, und wie schnell dieser wieder hochgefahren werden könnte, ist ungewiss. tip

„Es gibt einige Mannschaften, die hier große Ambitionen hegen“, so Eckart, „und der DHB hat allen Oberligabereichen ein Aufstiegsrecht zur 3. Liga zuerkannt.“ In Abstimmung mit interessierten Vereinen soll nun versucht werden, je einen Aufsteiger im Männer- und Frauenbereich sportlich zu ermitteln. „Sollte dies nicht gelingen, wird der HHV keine Aufsteiger zur 3. Liga stellen“, betont Eckart.

Dass der Hessische Handball-Verband inzwischen nicht mehr von einem Abbruch der Saison spricht, wie beispielsweise der benachbarte Badische Handball-Verband, sondern den Spielbetrieb lediglich weiter aussetzt – nun bis zum 5. April –, ist zum einen der möglichen Austragung von Aufstiegsspielen zur 3. Liga geschuldet, zum anderen aber auch juristischen Feinheiten. Schließlich ist es der Sinn und Zweck des Verbands, die Ausrichtung des Spielbetriebs zu ermöglichen.

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Daran, dass außer für die paar ambitionierten Teams, die auch die Aufstiegsbedingungen zur 3. Liga wirtschaftlich nachweisen können, die Runde faktisch beendet ist, ändert die Sprechweise des HHV nichts. tip