Handball - SG Leutershausen verstärkt sich auf Mitte und Außen

Transfer-Coups sorgen für Schub

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tb/red
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Leutershausen. Kurz vor dem Start der Vorbereitung hat Handball-Drittligist SG Leutershausen personell nachgelegt. Teo Beganovic (22) wechselt an die badische Bergstraße. Die Freude bei Mark Wetzel, dem Sportlichen Leiter der SGL, ist groß: „Er ist torgefährlich, steht gut in der Abwehr und ist für sein Alter ein sehr spielstarker und intelligenter Mittelmann.“

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Beganovic kommt aus der Zweiten Liga Österreichs (Graz) und wird auf Rückraum Mitte spielen. Der Slowene sagt: „Es war eine lange Zeit ohne Handball. Ich kann es kaum abwarten, dass es wieder losgeht.“ Mitte Juni wird der Neuzugang zur Mannschaft stoßen. Dies ist ein weiterer Transfer-Coup der Roten Teufel, nachdem sie zuvor schon Jonathan Scholz (Archivbild: dpa) nach Leutershausen lotsen konnten. Der Linksaußen ist seit 2017 in Diensten der Eulen Ludwigshafen und kämpft mit dem Bundesligisten derzeit noch um den Klassenerhalt. „Er ist nicht nur handballerisch, sondern auch charakterlich ein super Typ. Bei den Eulen ist er sehr beliebt und wird uns sicherlich mit seiner Erfahrung weiterbringen”, erklärt Wetzel: „Es kamen nur zwei Vereine in Frage. Da waren wir glücklich, dass er sich für uns entschieden hat.“

© picture alliance / Uwe Anspach/dpa

Der flexibel und eventuell auch im Rückraum einsetzbare Jonathan Scholz ist ein ehrgeiziger Kämpfer, der das “Wunder 2.0” mit den Eulen schaffte und sogar den entscheidenden Treffer zum Klassenerhalt 2019 beisteuerte. „Er ist ein publikumsnaher Spieler, das hat man auch in Friesenheim gesehen. Da sollte unser Dorf ganz gut zu ihm passen”, so Wetzel. Der 29-Jährige hat sich in seiner aktuellen Mannschaft bereits über die SGL informiert. Scholz: „Es haben ja einige Eulen eine SGL-Vergangenheit. Über Henrik Wagner und Pascal Durak bekommt man auch einiges mit. Ich denke, das passt.”

Regionale Verbundenheit

Für die SG Leutershausen sprach jedoch mehr als nur das Klima. „Ich möchte weiterhin ambitioniert Handball spielen und das mit dem Beruf vereinen,” so Scholz, der bei der BASF als Ingenieur für die Digitalisierung der technischen Anlagen zuständig ist. Aus Sicht der SG Leutershausen ist seine regionale Verbundenheit ein absoluter Glücksfall.

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„Ich habe in den letzten Jahren mehr Spiele verloren als gewonnen. Es würde mich freuen, wenn ich mal eine Saison habe, in der es andersrum läuft,” so der gebürtige Bayer. Ein Grund mehr für die SG Leutershausen, in der Vorbereitung richtig Gas zu geben, um dann in der kommenden Saison wieder anzugreifen und den Wunsch des Neuzugangs zu erfüllen. Scholz wird allerdings erst nach der Bundesliga-Saison zum Team hinzustoßen. Noch liegt der Fokus auf den Eulen und darauf, ein letztes Mal gemeinsam das „Wunder Klassenerhalt” zu schaffen. tb/red