Sportlerwahl - Marco Arthofer war 2014 und 2015 Bensheims „Sportler des Jahres“ / Viele Medaillen und Rekorde Titel-Double für schnellen Mittelstreckler

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red
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Bensheim. Gleich zweimal hintereinander wurde Marko Arthofer 2014 und 2015 für seine Erfolge in der Leichtathletik zu Bensheims „Sportler des Jahres“ gewählt. „Sportlich wie privat habe ich in Bensheim eine tolle Zeit verbracht und gute Freunde kennengelernt“, schaut der gelernte Karosserie-Baumeister auf seine Zeit bei der LG VfL/SSG Bensheim (LGB) zurück.

Die Siegerpose zeigte LGB-Mittelstreckenläufer Marko Arthofer immer wieder in seiner erfolgreichen Zeit im vergangenen Jahrzehnt. © Hartmann
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Angefangen hat Marko im Bambini-Alter mit dem Fußballspielen in Weinheim, bis er mit 13 Jahren die Leichtathletik für sich entdeckt hat. „Einzelkämpfer lag mir damals mehr“, erinnert er sich an seine Anfangszeit bei der SG Weiterstadt. Und es sollte sich auszahlen. Nach einem Wechsel 2007 zum TV Trebur, wo er sich zunächst über die Langstrecke versuchte, fand er 2011 den Weg zur LG Bensheim.

Zur Person

Marko Arthofer wurde am 24. Oktober 1990 in Darmstadt geboren. Er ist in Weiterstadt zur Schule gegangen. Mit Freundin Doreen lebt er in Trebur.

Nach seiner Ausbildung zum Karosserie- und Fahrzeugbauer machte er eine Fortbildung zum Karosserien-Baumeister in Kaiserslautern.

Bisherige Leichtathletikvereine: SG Weiterstadt, TV Trebur, LG VfL/SSG Bensheim.

Seine Bestzeiten: 800 Meter 1:49,59 Min., 1000 m 2:23,40 Min., 1500 m 3:49,61 Min. red

Hier erkannten die Trainer Stephan Rapp und Markus Forster sofort sein Talent für die Mittelstrecken 800 und 1500 Meter. „Dank des kontinuierlichen Trainings nach Plan und den jährlichen Trainingslagern in Riva zur Saisonvorbereitung konnte ich meine persönliche Bestzeit über die 800 Meter um zehn Sekunden steigern, so dass ich 2015 meinen größten sportlichen Erfolg mit dem Gewinn des süddeutschen Meistertitels über die 800 Meter in Kaiserslautern feiern konnte.“ Hinzu kamen im gleichen Jahr drei Hessenmeistertitel: über 800 Meter, mit der dreimal 1000-Meter-Staffel und der Crosslauf-Mannschaft. Bereits 2014 durchbrach er auf der längeren Mittelstrecke, den 1500 Metern, mit 3:49,61 Minuten die Schallmauer von 3:50 Minuten.

Dass Marko Arthofer nicht nur Einzelkämpfer ist, bewies er zusammen mit seinen Mannschaftskameraden Ruben Zillig und Tano Marth, mit denen er 2012 mit der dreimal 1000-Meter-Staffel bei den deutschen Meisterschaften der U23 in Kandel in ausgezeichneten 7:22,03 Minuten (Kreisrekord) die Bronzemedaille gewann. 2014 erreichte dieses Trio bei der DM im Seniorenbereich in Wattenscheid den Endlauf und belegte einen hervorragenden achten Platz. Zuvor erliefen sich die Mittelstreckler der LGB bei den süddeutschen Hallenmeisterschaften in Karlsruhe sogar die Goldmedaille.

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In der Saison darauf kam Marko gemeinsam mit Ruben Zillig und Alexander Boelhauve bei den Deutschen Staffelmeisterschaften in Jena über dreimal 1000 Meter erneut in den Endlauf. Dieses Mannschaftsergebnis wurde durch einen neunten Platz und eine tolle Bestzeit von 7:18,62 Minuten gekrönt. „Das hat mir damals viel Spaß gemacht, mit den Jungs zusammenzulaufen,“ resümiert Marko diese Erfolge.

Als Amateur gegen die Profis

Mit seiner neuen persönlichen Bestzeit von 1:49,59 Sekunden über die 800 Meter gelang ihm 2015 bereits früh in der Saison die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften in Nürnberg. In seinem Vorlauf verpasste er zwar um Haaresbreite als Dritter den Einzug in den Endlauf, zeigte sich aber zufrieden im Vergleich zur Konkurrenz. Marko betrieb seinen Sport nämlich im Vergleich zu vielen seiner Mitstreiter als Hobby, während viele der deutschen Top-Ten-Leichtathleten als Profis unterwegs waren und sich auf ihren Sport komplett konzentrieren konnten. „Es war zeitlich schon eine sehr große Herausforderung für mich. Ich habe morgens vor der Arbeit um halb sechs meine erste Laufeinheit und abends nach der Arbeit in Bensheim meine zweite Trainingseinheit, meist Tempoläufe, absolviert“, erinnert sich Marko an diese Zeit zurück.

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Gerade auch die Fahrten vom Wohnort in Weiterstadt und ab 2017 von Trebur ins Bensheimer Weiherhausstadion und zu den Wettkämpfen waren ein großer Zeitfresser. Da war für andere Hobbys kaum Zeit. Seine Familie und insbesondere seine Freundin Doreen haben ihm in dieser Zeit den Rücken freigehalten, wofür er sehr dankbar ist.

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Obwohl sich Marko Arthofer mittlerweile aus dem ambitionierten Sport mehr oder weniger zurückgezogen hat, ist die Leichtathletik immer noch Teil seines Lebens, denn mit Freundin Doreen betreut er an seinem Wohnort die Mädels-Läufergruppe im Alter von 12 bis 18 Jahren beim TV Trebur. red