Handball SVE-Trainer mag keine Trainingspause

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met/ü
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Erbach. Bei den Handballerinnen des SV Erbach wird mit den Hufen gescharrt. Die Spielerinnen und mit ihnen auch ihr Trainer Jozef Skandik können es kaum erwarten, dass sie endlich wieder gemeinsam trainieren dürfen. Dabei liegt die Betonung auf „gemeinsam“. Die Bezirksoberliga-Handballerinnen halten sich in Zeiten der Corona-Pandemie zwar individuell fit, gehen alleine joggen, Radfahren oder absolvieren Home-Workouts, „aber das ersetzt natürlich nicht das gemeinsame Training“, betont Skandik.

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Der erfahrene Coach, der die Erbacherinnen in der am 13. März abgebrochenen Saison auf einen hervorragenden dritten Rang geführt hat, ist ohnehin kein Freund von langen Trainingspausen, trainiert auch nach Rundenende meist weiter. Umso schlimmer ist für ihn nun der Stillstand. „Wichtig ist, dass die Spielerinnen ihre Kraft und Kondition annähernd behalten“, hofft Skandik, dass fleißig gearbeitet wird.

Spezielle Hausaufgaben hat er nicht verteilt, weil er weiß, dass es für die individuelle Arbeit ein Höchstmaß an Selbstdisziplin braucht. Gerade Mannschaftssportler, die gewohnt sind, gemeinsam zu trainieren und ihre Motivation häufig auch aus dem Teamgedanken ziehen, stehen vor besonderen Herausforderungen. „Es ist schon eine andere Situation als sonst, aber man gewöhnt sich daran.“

Abschiedsspiel wird nachgeholt

Innerhalb der teaminternen WhatsApp-Gruppe hat man sich intensiv über die Entscheidungen des Saisonabbruchs ausgetauscht und darüber, dass es nur Aufsteiger und keine Absteiger gibt. Dabei gehen die Erbacherinnen als nicht direkt Beteiligte – der Rückstand auf Spitzenreiter SG Egelsbach beträgt drei Punkte – mit dem Verband konform. „Ein Aufstieg lag für die verbleibenden Saisonspiele sowieso nicht mehr in unserer Hand. Wir sind aber mit dem Verlauf der Saison mehr als zufrieden“, erläutert Skandik, der mit seiner jungen Mannschaft auf diesem Erfolg aufbauen will. „Mal sehen, was die nächste Saison bringt.“

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Personell wird es beim SVE keine großen Veränderungen geben. Desiree Bock hatte ihr Karriereende bereits vor einigen Monaten verkündet, hat nun allerdings nicht ihr verdientes Abschiedsspiel erhalten. „Das ist natürlich schade, wird aber auf jeden Fall nachgeholt“, ist sich SVE-Torhüterin Linda Schneider sicher. Unterstützung wird das Bezirksoberliga-Team aus der eigenen A-Jugend erhalten. Einige Nachwuchsspielerinnen – die allesamt noch für die Jugend auflaufen werden – standen in der vergangenen Runde schon im Kader, nun sollen sie weiter herangeführt und integriert werden. met/ü