Handball - Drittligist trennt sich von Frank Schmitt und hofft auf einen Saisonabbruch SG Leutershausen braucht neuen Trainer

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Leutershausen. Es gibt Gespräche, die fallen schwer. Mark Wetzel, Sportlicher Leiter der SG Leutershausen, hatte ein solches zu führen. Mit Trainer Frank Schmitt. Denn die SGL hat entschieden, die Corona-Zeit zu nutzen, um einen neuen Schritt zu wagen: Ab Sommer wird sich die Mannschaft neu aufstellen und auch einige neue Gesichter erhalten. Darum gehen der Handball-Drittligist und Schmitt nach dem Ende dieser Runde getrennte Wege.

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„Sportlich gibt es nichts auszusetzen, denn wir hatten eine erfolgreiche Zeit mit Frank. Aber aufgrund des schwierigen Jahres, das wir hatten und haben, wollen wir neue Impulse setzen und unser Team neu motivieren”, sagte Wetzel, der bei der Mannschaft einen gewissen Trott sah, der sich ganz langsam eingeschlichen hatte. Man wolle in der Saison ’21/22 mit jungen Kräften und auch mehr Trainingsaufwand wieder neu angreifen.

Kein Interesse an Play-off-Runde

Frank Schmitt nahm das Gespräch mit Wetzel gelassen. „Ich akzeptiere die Entscheidung, die der Verein getroffen hat, auch wenn es mich überrascht hat. Ich hatte hier eine tolle Zeit und bin dankbar, dass ich die Chance bekommen habe, in der Dritten Liga als Trainer zu arbeiten.“

Ende Januar will der Deutsche Handball-Bund (DHB) endgültig entscheiden, ob die laufende Spielzeit überhaupt fortgesetzt wird. Der DHB hat zwei Alternativen vorgestellt, die aktuell in der Diskussion sind. An der erneuten Aussetzung bis einschließlich 28. Februar habe es laut Wetzel keine Zweifel gegeben. Danach bestünde die Möglichkeit, Anfang März mit der Vorrunde weiterzumachen. Die Alternative wäre ein Abbruch und quasi eine Annullierung der Saison 2020/21 ohne Ermittlung von Absteigern geben.

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„Diese Lösung bevorzugen wir“, so der Sportliche Leiter der SGL. „Und tendenziell rechne ich auch damit, dass es so kommen wird. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Saison im März noch einmal angepfiffen wird.“ Tritt dieser Fall ein, wird es also keine Absteiger in den 3. Ligen geben. Den Vereinen, die noch um den Aufstieg spielen wollten, werde es freigestellt, eine Play-off-Runde zu bestreiten. „Wir würden daran Stand heute nicht teilnehmen“, betonte Wetzel. „Das wäre aus meiner Sicht auch ein falsches Signal.“

Ferner werde es allen Vereinen freigestellt, staffelintern noch Spiele ohne Wertung organisieren zu können, sofern die Saison tatsächlich abgebrochen wird. at/bk