Fußball - Lilien-Torhüter ist Training in Kleingruppe gewohnt Schuhen vermisst die Spiele

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dpa
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Darmstadt. Torhüter Marcel Schuhen vom SV Darmstadt 98 sieht eine umfassende Quarantäne für Fußballteams bis zum Saisonende kritisch. Die Spieler seien keine Maschinen, die nur trainieren und spielen, sagte der Keeper des Fußball-Zweitligisten am Dienstag. „Die Familie ist für viele von uns eine unglaubliche Stütze.“ Sie trage dazu bei, dass ein Spieler seine Leistung abrufen könne. „Aber wenn das die einzige Möglichkeit ist, den Fußball am Leben zu halten, dann muss ich da auch mit durch“, räumte Schuhen ein.

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Überhaupt nicht vorstellen kann er sich dagegen, mit einem Mundschutz zu spielen. „Das macht gar keinen Sinn.“ Schon beim Einkaufen mit Mundschutz merke man, dass das Atmen anstrengender sei. Für einen Leistungssportler sei es aus seiner Sicht „nicht machbar“, damit zu spielen, sagte der 27-Jährige. Dies war in der vergangenen Woche in der Diskussion, ist aber derzeit kein Thema mehr im Profifußball.

Was das derzeitige Training in Kleingruppen angehe, so sei das für die Torhüter – anders als für die Feldspieler – ziemlich nah an den Übungsformen in normalen Zeiten. Trotzdem vermisse er den Wettkampf: „Die Spiele sind doch schon in jeder Trainingseinheit das Highlight.“ Mit dem Gedanken an Geisterspiele hat sich Schuhen mittlerweile angefreundet – auch wenn er einräumt, dass ihn jedes Spiel ohne Zuschauer schmerze. „Das Geile am Fußball sind halt die Fans“, sagt er. „Ich freue mich jetzt schon wieder auf das erste Spiel mit Fans.“ dpa