Fußball - SV 98-Trainer Anfang vermisst in Kiel einmal mehr das fehlende Glück für seine aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft Pokal-Aus tut Darmstadt „richtig weh“

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Natürlich war die Enttäuschung bei den Darmstädter Spielern nach dem verlorenen Elfmeterschießen und dem Pokal-Aus in Kiel riesengroß. © dpa

Darmstadt. Nach dem Pokalkrimi von Kiel haderte Markus Anfang mit dem Schicksal. „Das Elfmeterschießen ist dann immer auch ein Stück weit Glückssache. Leider war das Glück wie schon so oft in dieser Saison nicht auf unserer Seite. Doch wir werden daraus Stärke ziehen“, sagte der Trainer des Fußball-Zweitligisten SV Darmstadt 98 nach dem 6:7 im Elfmeterschießen im Pokal-Achtelfinale bei Holstein Kiel. Der erste Einzug ins Viertelfinale seit 34 Jahren blieb den Lilien damit auf dramatische Art und Weise verwehrt.

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Markus Anfang, der zwischen 2016 und 2018 selbst in Kiel arbeitete, bedauerte das Aus, das die tapferen Hessen seiner Meinung nach nicht verdient hatten. „Schade, dass wir es nicht geschafft haben, weiterzukommen. Denn die Jungs haben heute alles dafür getan“, kommentierte der Coach. In der regulären Spielzeit glich Serdar Dursun (86. Minute) spät die Kieler Führung von Janni Serra (58.) aus. Im Nervenduell vom Punkt fiel die Entscheidung erst nach 18 Schüssen. Kiel durfte hier - wie schon zuvor beim Sensationscoup gegen Triple-Sieger FC Bayern - erneut jubeln.

Darmstadts Spieler waren angesichts der riesigen Chance auf eine weitere Pokalrunde bedient. „Gerade fühlt sich das Ausscheiden sehr bitter an“, konstatierte Torhüter Marcel Schuhen. Seine zwei starken Paraden im Elfmeterschießen reichten nicht, weil drei der neun Lilien-Schützen vom Punkt vergaben. Torschütze Dursun klagte: „Es tut wirklich sehr weh.“ Zuvor hatten die Hessen die Pokal-Gastspiele beim 1. FC Magdeburg und Drittliga-Tabellenführer Dynamo Dresden für sich entschieden.

Trotzreaktion gegen Nürnberg?

Nach dem Aus im DFB-Pokal richtet sich der Darmstädter Fokus schnell wieder auf den wichtigen Alltag in der 2. Bundesliga. Bis zu den Abstiegsrängen sind es nur vier Punkte. Am Samstag (13 Uhr) geht es gegen den 1. FC Nürnberg, der in der Tabelle nur knapp hinter der Anfang-Elf steht.

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„Wenn wir diese Leistung von heute auch in der Meisterschaft bringen, werden wir unsere Punkte holen“, verkündete der Coach zuversichtlich. Auch Dursun ist optimistisch. Man könne aus dem bitteren Pokal-K. o. viel mitnehmen in den Kampf um Liga-Punkte. „Für das wichtige Spiel gegen Nürnberg“, verdeutlichte Dursun. lhe