Fußball - Lilien kassieren in Regensburg in der Nachspielzeit das 1:1 und wollen nun in Kiel ihre Chance nutzen Pokal als Trost für späten Ausgleich

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dpa
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Darmstadt. Das Last-Minute-Gegentor von Regensburg kann der SV Darmstadt 98 ganz schnell vergessen machen. Nur drei Tage nach dem bitteren 1:1 am Samstag bei den Oberpfälzern hat der Fußball-Zweitligist am Dienstag (18.30 Uhr) die Chance, erstmals seit 34 Jahren wieder ins Viertelfinale des DFB-Pokals einzuziehen. Gegner ist nicht – wie befürchtet – der übermächtige Titelverteidiger FC Bayern München, sondern der Triple-Besieger Holstein Kiel, der nach seinem überraschenden Coup gegen die Bayern nun die Lilien zu einem unerwarteten Zweitliga-Duell fordert. Im Punktspiel vor einer guten Woche hatte der SV 98 allerdings im eigenen Stadion gegen die „Störche“ aus dem Norden 0:2 das Nachsehen.

Tim Skarke brachte die Lilien in Führung – die bis zur 96. Minute hielt, ehe doch noch der Ausgleich fiel. © Weigel/dpa
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Am Samstag hatte das Team von Trainer Markus Anfang aber noch keinen Kopf für die große Pokalchance in der anstehenden Woche. Der späte 1:1-Ausgleichstreffer für Jahn Regensburg, den der eingewechselte Kaan Caliskaner in der siebten Minute der Nachspielzeit erzielte, wurmte Darmstadt gehörig. „Dass das Gegentor nach sechseinhalb Minuten Nachspielzeit fällt, obwohl nur fünf angezeigt waren, ist mächtig bitter“, sagte Chefcoach Anfang.

Tim Skarke hatte Darmstadt in der 30. Minute in Führung gebracht, indem er nach einer Kombination über Mehlem und Dursun, das Leder an Jahn-Keeper Meyer vorbei im Tor unterbrachte. Auch in der Folge hatten die Gäste mehr vom Spiel, standen gut in der Abwehr, ehe Regensburg in der letzten halben Stunde stärker wurde und sich in der Nachspielzeit belohnte.

Mit vier Punkten aus den Spielen gegen Sandhausen (2:1) und Regensburg ist der Darmstädter Start in die Rückrunde zwar gelungen. Gerade am Samstag hätte man aber gerne den nächsten Dreier mitgenommen. „Wir wollten in der Rückrunde besser sein als noch in der Hinserie. Zum gleichen Zeitpunkt hatten wir in der Hinrunde einen Punkt, jetzt haben wir vier. Trotzdem fühlt es sich gerade so an, als hätten wir das Spiel verloren“, sagte Anfang.

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Die Bedingungen im Regensburger Jahnstadion waren für beide Teams schwierig. Teilweise gab es Schneeregen, der holprige Platz war schwer bespielbar. Bei 98-Defensivspieler Patrick Herrmann fiel das Fazit gemischt aus: „Es tut weh, hier nur einen Punkt mitzunehmen. Aber mit vier Zählern in die Rückrunde zu starten, ist dennoch in Ordnung.“ Nach dem Gastspiel in Kiel wartet am nächsten Zweitliga-Wochenende das Duell mit dem 1. FC Nürnberg (Sa. 13 Uhr). dpa