Handball - Trainer sieht bei Spielgemeinschaft Lorsch/Lampertheim das Potenzial für die Bezirksoberliga / Bald eine zweite Mannschaft? Petermann hat mit FSG Lola noch viel vor

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Dieter Petermann hat ehrgeizige Ziel mit der FSG Lola. Der Trainer plant mit der Spielgemeinschaft Lorsch/Lampertheim den Aufstieg in die Bezirksoberliga. © stri

Lorsch/Lampertheim. Voller Tatendrang hatte Dieter Petermann im Sommer letzten Jahres sein Amt beim Frauenhandball-A-Ligisten FSG Lola begonnen. Er wollte die Spielgemeinschaft aus Tvgg Lorsch und TV Lampertheim in die Spitzengruppe führen und perspektivisch oben angreifen. „Dieses Ziel haben wir weiterhin“, betont Petermann, der klar stellt: „Natürlich werde ich meinen Vertrag hier verlängern. Wir haben gemeinsam noch viel vor.“

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Dass aktuell eher Funkstille zwischen Trainer und Mannschaft herrscht, das ist von Dieter Petermann so gewollt: „Natürlich haben wir losen Kontakt, aber nachdem wir eine wirklich gute Vorbereitung absolvierten, in toller Verfassung waren und dann auch nach der ersten Unterbrechung uns weiter fit hielten, ist der jetzige Lockdown für mich eine Phase, in der man nicht überfrachten sollte. Derzeit herrscht das Motto ,still ruht der See‘ “, erläutert der B-Lizenzinhaber, schiebt aber gleich nach: „Sobald das Training wieder erlaubt ist, werden wir wieder loslegen!“ Damit rechnet Petermann im Laufe des März, spätestens im April. Bis dahin wird der 60-Jährige auch auf sein Trainerhonorar bei den Lolas verzichten: „Das versteht sich für mich von selbst. Ich leiste in dieser Zeit kaum etwas, da kann ich doch von einem Verein, der keinerlei Einkünfte hat, nicht erwarten, dass er mich bezahlt.“

Aufstieg ist das erklärte Ziel

Dabei legt Petermann seine Hände trotz Lockdown nicht einfach in den Schoß. Er treibt die Planungen für die nächste Runde voran und bastelt an der Zukunft der FSG. „Mein Ziel ist es, die Mannschaft in die Bezirksoberliga zu führen. Da gehört sie mit diesem Spielerinnenpotenzial hin. Wir wissen aber alle, dass zu einem Aufstieg auch immer etwas Glück dazugehört.“ Wenn es nach dem erfahrenen Coach geht, der in der Vergangenheit schon viele höherklassige Teams bis in die Oberliga trainierte, dann wird er sein Engagement bei den Lolas so lange fortsetzen, bis er die Mannschaft in der Bezirksoberliga etabliert hat.

„Wenn es perfekt läuft, dann steigen wir auf, ich führe das Team zu einem sicheren Mittelfeldplatz und dann wäre mein Auftrag erledigt“, schmunzelt er. Bislang ist sein Engagement auf drei Jahre ausgelegt, „aber im Trainergeschäft weiß man nie. Mal ist es nach eineinhalb Jahren zu Ende, mal erst nach fünf.“ Zufrieden ist er mit dem Kader, den er auch nach der Corona-Pause wohl komplett beisammen haben wird: Etwa 20 Spielerinnen stehen auf dem Papier, dazu kommt mittelfristig wieder Yvonne Höbel, die Mutterfreuden entgegenblickt.

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„Eigentlich haben wir schon zu viele Spielerinnen für eine Mannschaft“, rechnet Petermann. Daher beschäftigt sich ein Gedankenspiel des Trainers mit dem Melden einer zweiten Mannschaft: „Die müsste dann aber außer Konkurrenz in der B-Liga spielen, damit auch immer wieder Spielerinnen, die in der Ersten weniger Spielanteile haben, aushelfen können, damit ein reger Austausch möglich ist.“ Gleichzeitig hält er aber auch Ausschau nach möglichen Ergänzungen, die vielleicht den Kader noch anwachsen lassen, so dass eine komplette zweite Mannschaft zu bestücken wäre. „Das ist aber alles noch nicht fix. Vielleicht dauert es auch noch ein Jahr, ehe wir eine Zweite melden“, so Petermann.

Für den Trainer-Routinier ist es in erster Linie wichtig, zu beobachten, wie seine Spielerinnen durch die Pandemie kommen: „Das ist ja auch beruflich und familiär häufig eine Belastung. Aber was ich bei allen Gesprächen bislang herausgehört habe, haben alle richtig Lust, wieder Handball zu spielen. Und auch ich vermisse es, nicht mit der Mannschaft in der Halle stehen zu können. Es wird Zeit, dass es wieder losgeht.“ me