Fußball - Auch Anton Donkor ist beim SV Waldhof Mannheim im Auswärtsspiel am Samstag in Rostock wieder dabei Nicht nur Marx hofft auf sein Comeback

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alex
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Mannheim. Es ist ein langer Weg bis zum möglichen Comeback. Am Donnerstag stieg Jan-Hendrik Marx zum ersten Mal seit Ende Oktober wieder in den Mannschaftsbus des Fußball-Drittligisten SV Waldhof Mannheim. Das Ziel der Reise: Rostock, 750 Kilometer von Mannheim entfernt, wo am Samstag (14 Uhr) die Partie beim Tabellendritten FC Hansa ansteht.

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Wieder mit dabei ist Rechtsverteidiger Marx, den hartnäckige Kniebeschwerden seit dem Spätherbst vom Trainingsplatz ferngehalten hatten. „Er wird das erste Mal wieder im Kader stehen. Aber er war sehr lange raus und hat jetzt zwei Wochen schmerzfrei trainiert. Man muss schauen, wann sich die richtige Situation ergibt, ihn wieder reinzuwerfen“, sagte Waldhof-Trainer Patrick Glöckner.

Jan Hendrik Marx will endlich wieder für den SV Waldhof auf den Platz. © pix

Neben Marx konnte auch Anton Donkor nach ausgestandenen muskulären Problemen die neunstündige Busfahrt an die Ostsee mitmachen, bei Spielmacher Arianit Ferati (Kapselriss) traten nach dem Wiedereinstieg ins Training am Dienstag allerdings erneut Schmerzen am Sprunggelenk auf. Er wird genauso in Rostock fehlen wie Marcel Hofrath (Gelbsperre) und Joseph Boyamba (Außenbandriss).

Mit seiner Dynamik und seinem Offensivdrang hatte sich Marx (25) in der vergangenen Drittliga-Saison in die Notizbücher etlicher höherklassiger Vereine gespielt. Letztlich entschied sich der Hesse aber dafür, noch mindestens eine weitere Saison in Mannheim zu bleiben. Nach einem guten Start unter dem neuen Coach Glöckner streikte das Knie. Und was zunächst nach einem Belastungsschmerz aussah, entpuppte sich als ernsthafte Verletzung, die Marx drei Monate Pause aufzwang.

Diring fällt noch länger aus

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Bis es endlich wieder besser wurde, probierte der Waldhof-Profi verschiedene Behandlungsmethoden aus. Erfolgreich waren letztlich regelmäßige Besuche bei einem Osteopathen und die Methode eines Münchner Sehnenspezialisten, der die Entzündung unter anderem mit heißen Nadeln verödete. „Ich bin erstmal nur froh, dass ich die Verletzung wieder wegbekommen habe“, sagte Marx am Mittwoch. Ob Einheiten auf härteren Plätzen oder weicheren Plätzen – das Knie zeigte zuletzt im Training keinerlei Reaktion mehr. „Das gibt mir Sicherheit“, erklärte der 25-Jährige.

Keine guten Nachrichten gab es vor der Abfahrt nach Rostock von Dorian Diring: Der 28-jährige französische Mittelfeld-Antreiber, der seit Dezember 2019 mit einem Knorpelschaden im Knie ausfällt, wird in dieser Saison wahrscheinlich kein Comeback mehr feiern. Das sagte SVW-Trainer Patrick Glöckner. „Er macht Fortschritte, auch wenn sie in Summe nicht so groß waren, wie man es im besten Fall erhofft hatte. Aber im Großen und Ganzen geht es darum, nach so einer schweren Verletzung überhaupt noch einmal zurückzukommen“, meinte der Coach. Diring hatte seine Rückkehr ins Training eigentlich für Anfang des Jahres geplant, doch dann gab es Rückschläge im Heilungsprozess. alex