Tischtennis - Der VfR hat nun Planungssicherheit für die neue Saison / Die Spieler können zwar während der Pandemie trainieren, aber die Wettkampf-Bedingungen werden vermisst Nach Abbruch bleibt Fehlheim in der Regionalliga am Ball

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Nach dem Saisonabbruch bereitet sich der VfR Fehlheim (hier Benjamin Bator) auf seine fünfte Spielzeit in der Regionalliga vor. © Neu

Fehlheim. Der VfR Fehlheim spielt mit seiner ersten Herrenmannschaft eine weitere Spielzeit in der Tischtennis-Regionalliga. Am Dienstag verkündete der Deutsche Tischtennis Bund (DTTB) – wie gestern kurz berichtet – , dass die Saison von der 2. Bundesliga bis einschließlich Oberliga abgebrochen und ungültig erklärt wird. Das betrifft auch die Grün-Weißen, die mit ihrem Spitzenteam auf Rang vier (5:3 Punkte) platziert waren, als im vergangenen Jahr zunächst eine Pause wegen des Lockdowns und der Corona-Pandemie eingelegt wurde.

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Fest stand seitdem lediglich, dass man eine komplette Hin- und Rückrunde nicht mehr würde austragen können. Bis vor Kurzem hoffte man, mit Doppelspieltagen im Frühjahr die restlichen Begegnungen zu absolvieren. „Das Präsidium hat sich diese Entscheidung wahrlich nicht leicht gemacht, aber sie ist aus unserer Sicht unumgänglich gewesen“, betonte die für den Leistungssport zuständige DTTB-Vizepräsidentin Heike Ahlert in einer Pressemitteilung des Verbands. Die Gesundheit der Aktiven und Offiziellen stehe aber im Vordergrund, außerdem sah man die Chancengleichheit nicht gegeben, weil nicht alle Spieler die Möglichkeit gehabt hätten, während des Lockdowns zu trainieren.

Für die Verantwortlichen des VfR Fehlheim kam der Entschluss nicht überraschend. „Wir hätten die Runde natürlich gerne zu Ende gespielt und uns im sportlichen Wettkampf gemessen. Die Gründe für den Abbruch sind allerdings nachvollziehbar“, betonte Abteilungsleiter Claudio Schubert. Zwar können die leistungsorientierten Spieler des Clubs mit Genehmigung der Stadt und unter Einhaltung eines strengen Hygienekonzepts trainieren – allerdings nicht im gewohnten Maße. Darüber hinaus können diese Einheiten nur bedingt die Wettkampfsituation simulieren. „Das fehlt den Jungs schon“, so Schubert.

Umstellung auf Vierer-Teams

Immerhin hat der VfR nun Planungssicherheit für die neue Saison, die die fünfte in der Regionalliga West sein wird. Für Schubert ist es keine Selbstverständlichkeit, dass man sich als kleiner Verein in der vierthöchsten Spielklasse so lange behaupten kann.

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Für die kommende Spielzeit gilt es erneut, einige Herausforderungen zu bewältigen. Einerseits braucht es weitere Sponsoren, die nicht nur die erste Mannschaft, sondern die gesamte Abteilung mit ihrer guten Nachwuchsarbeit unterstützen. Andererseits wird in der Regionalliga auf ein Spielsystem mit Vierer-Mannschaften umgestellt. Welche Auswirkungen die finanzielle Situation der Teams nach der Corona-Krise sowie die Umstellung im System auf die Leistungsdichte der Liga haben, lässt sich nach Ansicht von Claudio Schubert zurzeit noch nicht abschätzen.

Klar ist für ihn, dass man im September wieder mit einer schlagkräftigen Truppe an der Platte stehen will, um dem Abenteuer Regionalliga ein weiteres Kapitel hinzuzufügen. Die nun abgebrochene Saison war für den Club ein Fingerzeig, dass man im Team eine gute Balance mit Talenten und Routiniers gefunden hat. „Diesen Weg wollen wir fortsetzen“, betont Claudio Schubert. dr