Fußball - Winter-Transfers in der 2. und 3. Liga Mit Verstärkung aus dem Keller

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dpa
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Darmstadt. Kaum Transfers bei den Spitzenclubs, mehr Personalbewegung im Tabellenkeller. In der 2. Fußball-Bundesliga haben sich vor allem die vom Abstieg bedrohten Vereine Würzburger Kickers, SV Sandhausen, Eintracht Braunschweig und der FC St. Pauli an der Wechselbörse bedient und den Großteil der personellen Veränderungen in der 2. Liga abgewickelt.

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Dabei setzen viele Clubs auch auf Erfahrung. Kevin Wimmer (Karlsruher SC), Christian Clemens (SV Darmstadt 98), Felix Klaus (Fortuna Düsseldorf), Christian Strohdiek (Würzburger Kickers) und Mats Möller Daehli (1. FC Nürnberg) haben bereits in der Bundesliga gespielt. Und die Vereine nutzten die Gelegenheit, in der Corona-Pandemie ihre Kader auszudünnen. Mehr als 40 Profis haben die Zweitligisten abgegeben, dabei wurden die meisten Spieler aber verliehen.

In Darmstadt kamen neben Clemens noch Thomas Isherwood (Östersunds FK) und Samuele Campo (FC Basel). Braydon Manu wurde an den Halleschen FC verliehen). Karlsruhe holte außerdem Xavier Amaechi (Hamburger SV, Leihe) und löste den Vertrag mit Marco Djuricin auf.

Neues Personal für Trares

Der SV Sandhausen meldet die Winter-Zugänge Janik Bachmann (1. FC Kaiserslautern), Stefanos Kapino (SV Werder Bremen, ausgeliehen), Patrick Schmidt (1. FC Heidenheim, ausgeliehen) sowie die Abgänge Martin Fraisl (vereinslos), Anas Ouahim (1. FC Kaiserslautern, Leihe), Marlon Frey, Aziz Bouhaddouz (beide MSV Duisburg), Philip Türpitz (Hansa Rostock). Die vom Heppenheimer Bernhard Trares trainierten Würzburger Kickers haben sich verstärkt mit Christian Strohdiek (SC Paderborn), Martin Hasek (vereinslos), Marvin Pieringer (SC Freiburg II), Stefan Maierhofer (Admira Wacker Mödling/Österreich), Rolf Feltscher (Los Angeles Galaxy).

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3. Liga: Die Drittligisten haben das Winter-Transferfenster in diesem Jahr vor allem dafür genutzt, personell nachzubessern. 61 Zugängen stehen nur 39 Abgänge entgegen. Dabei blieb bis zum Transferende am Montagabend lediglich der nach dem Rücktritt von Präsident und Investor Michael Ponomarew finanziell angeschlagene KFC Uerdingen ohne Zugang. Die meisten Transfers tätigte Aufsteiger Türkgücü München: Je sieben Spieler kamen und gingen.

Götze-Bruder zum FCK

Die prominentesten Neuen der Liga sind Felix Götze, Caiuby und Dimitri Oberlin. Bundesligist FC Augsburg hat Mittelfeldspieler Götze bis zum Saisonende an den 1. FC Kaiserslautern verliehen. „Felix ist mit dem Wunsch einer Leihe auf uns zugekommen, um Spielpraxis sammeln zu können“, sagte FCA-Geschäftsführer Stefan Reuter am Dienstag. Götze war im Sommer 2018 vom FC Bayern München II nach Augsburg gewechselt. Den Durchbruch hat der 22 Jahre alte Bruder des 2014er Weltmeisters Mario Götze beim Bundesligisten aber nicht geschafft.

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Während der Schweizer Oberlin mit reichlich internationaler Erfahrung vom FC Basel zur zweiten Mannschaft des FC Bayern München kommt, kehrte Caiuby nach mehr als sechs Jahren zum FC Ingolstadt zurück. Seit seinem Abgang beim FC Augsburg im Oktober 2019 war der Brasilianer vereinslos. Mit Jean Zimmer (1. FC Kaiserslautern), Niklas Kreuzer (Dynamo Dresden) und Braydon Manu (Hallescher FC) kehrten weitere bekannte Gesichter zu ihren früheren Clubs zurück.

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Die SpVgg Unterhaching verlor Torwart-Talent Nico Mantl an RB Salzburg, kassierte dafür aber die stattliche Summe von zwei Millionen Euro. Leon Dajaku (Union Berlin) und Chris Richards (1899 Hoffenheim) wechseln von Vorjahres-Drittligameister Bayern München II leihweise in die Bundesliga. dpa