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Fußball - Auerbacher Kreisoberliga-Mannschaft krönt ihren Reifeprozess mit dem Aufstieg in die Gruppenliga

Meisterliche Rückrunde der TSV

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Mit einer starken Rückserie sicherte sich die TSV Auerbach die vorzeitige Kreisoberliga-Meisterschaft und den Aufstieg in die Fußball-Gruppenliga. © Neu

Auerbach. Giuliano Tondo hatte zur Winterpause durchaus das Gefühl, dass der Meistertitel in der Fußball-Kreisoberliga für seine TSV Auerbach noch nicht abgeschrieben war. „In der Winterpause ist noch nie eine Mannschaft Meister geworden“, meinte der Auerbacher Trainer damals, obwohl die Tvgg Lorsch als Tabellenführer einen respektablen Vorsprung von acht Zählern hatte. Tondo sollte recht behalten: Die Auerbacher spielten eine furiose Rückrunde, machten Punkt um Punkt auf die Konkurrenz aus Lorsch gut und sicherten sich am vorletzten Spieltag die Meisterschaft.

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Vor Saisonbeginn sah es jedoch nicht unbedingt danach aus, dass die Rot-Weißen letztlich ganz oben stehen sollten. Mit Karlo Soltic, Özcan Cin, Klaudi Buraku und Leon Röhrig hatten gleich vier Leistungsträger der TSV den Rücken gekehrt und als „echten“ Neuzugang konnte man nur Marco di Simone von Tondos früherem Club SpVgg Ketsch begrüßen. Ansonsten setzte man im Bensheimer Stadtteil auf bewährtes Spielermaterial, ergänzt durch Talente, die von den A-Junioren in den Seniorenbereich wechselten. Dementsprechend vorsichtig wurde das Saisonziel definiert. „Ein Platz im oberem Tabellendrittel war unser Ziel, das war zu diesem Zeitpunkt auch realistisch, an die Meisterschaft hat im Sommer 2021 sicherlich niemand gedacht“, blickt Erfolgscoach zurück.

Spielstark und dann auch geduldig

Sebastian Kempf, Philipp Scharschmidt: Zuverlässiges ...

Sebastian Kempf, Philipp Scharschmidt: Zuverlässiges Torhütergespann, das sich hervorragend ergänzt hat. Beide kamen immer im abgesprochenen Wechsel zum Einsatz und hatten maßgeblichen Anteil am Titelgewinn.

Simon Halbig: Die Zuverlässigkeit in Person, zog sich leider einen Bänderriss zu und fehlte deshalb im letzten Saisondrittel.

Jan Hofmann: Hat sich als A-Jugendlicher hervorragend integriert, absolvierte als einziger Akteur alle Saisonspiele.

Julian Schmidt: Hatte in der Vorrunde mit kleinen Verletzungen zu kämpfen, hielt in der Rückrunde mit seiner Erfahrung hinten den Laden dicht.

Fabian Wolf: Spielführer, fiel leider verletzungsbedingt früh in der Saison aus.

„Benni“ Henke: Ein echter Leistungsträger mit TSV-Gen. Hat sich enorm entwickelt, hängt sich immer voll rein.

Vebi Ferati: Übernahm nach dem Ausfall von Fabian Wolf das Kapitänsamt; ein echter Leistungsträger, Führungsspieler und Zweikampfmonster.

Nico Jäger: Kreativer Offensivspieler mit allen Freiheiten, die er als Vorlagengeber und Torschütze effektiv genutzt hat.

Lorenz Terhart: Wechselte mit Startproblemen in den Seniorenbereich, konnte sich stetig entwickeln und war am Ende ein echter Leistungsträger.

Linus Dietzsch: Hat schnell den Jugendfußball abgelegt und den Männerfußball angenommen. Eine feste Größe im Team.

Nassim El Yassimi: Mit 25 Toren der Top-Torjäger. Strafraumstürmer mit Torriecher und einem hervorragenden Kopfballspiel.

Abnor Tofaj: Die perfekte Ergänzung zu El Yassimi. Ein spielender Stürmer, der entscheidende Tore erzielt hat und inzwischen auch bei 23 Saisontoren steht.

„Johnny“ Pommerenke: Wichtiger Ansprechpartner des Trainers, Mitglied des Mannschaftsrats und Spieler mit TSV-Gen, der sich enorm entwickelt hat.

„Chris“ Porter: Ein echter Teamplayer, der auch für die Kabine sehr wichtig ist. Hat sich zum Saisonende hin zu einem echten Leistungsträger entwickelt.

Patrick Bolonga: Winterneuzugang, der zunächst ein wenig Zeit benötigt hat, sich an die Kreisoberliga zu gewöhnen. Ein echter Gewinn für die Mannschaft.

Marco de Simone: Einziger echter externer Neuzugang vor der Saison. Zunächst lange gesperrt, danach Corona-Opfer. Spieler mit großem Spielverständnis, der in der Gruppenliga wichtig sein wird.

Elit Demi: Kam aus der Reserve, ein Spieler mit TSV-Blut, der sich enorm weiterentwickelt hat, leider haben ihn Verletzungen immer wieder zurückgeworfen.

Sebastian Stockmann: Hat in seinem ersten Seniorenjahr einen Riesensprung getan. War leider lange verletzt, wird aber gemeinsam mit allen jungen Spielern ein wichtiger Faktor in der Gruppenliga.

Jonas Disser: Spielte eine starke Vorrunde und war da ein echter Leistungsträger. Eine Knieverletzung zwang ihn dann zum Zuschauen.

Moritz Graf: Ein echtes Zweikampfkommando, das im Spiel gegen den Ball weder sich noch den Gegner schont.

Zudem zum Einsatz kamen: Marius Döll, Abel Abdelkader, Marco Degenhardt, Max Samstag. net

Die TSV kam zunächst auch nur mühsam in Tritt und tat sich vor allem im heimischen Weiherhausstadion sehr schwer. Auerbach bewegte sich zwar stets im oberen Tabellendrittel, die nötige Konstanz ließ man aber zunächst vermissen. Diese sollte sich erst im weiteren Saisonverlauf entwickeln. Und zur Winterpause hatte Tondo schließlich ein gutes Gefühl: „Die Mannschaft hatte sich gefunden. Wir konnten in der Pause neue Kräfte sammeln und gingen den Rest der Saison sehr ambitioniert und konzentriert an.“

Was folgen sollte, war eine souveräne Rückrunde, in der die TSV von 16 Spielen nur ein einziges unglücklich beim unmittelbaren Konkurrenten Olympia Lorsch mit 0:1 verlor. Ansonsten gab es neben 13 Siegen noch drei Unentschieden – und diese Bilanz katapultierte die Auerbacher schließlich am 29. von 32 Spieltagen auf den ersten Platz.

Für den Meistertrainer waren gleich mehrere Faktoren ausschlaggebend: . „Ganz wichtig war sicherlich, dass es in der Sommerpause zwar zu einem personellen Umbruch kam, wir aber dennoch auf einen Kader zurückgreifen konnten, der sich zwar spielerisch noch finden und entwickeln musste, menschlich aber von Beginn an eine echte Einheit war. Das habe ich in dieser Art und Weise bisher noch bei keinem Club erlebt.“ Und Tondi beeindruckte die spielerische Klasse seines Teams:. „Wir waren eigentlich in jedem Spiel überlegen, auch zu Saisonbeginn, als wir uns vor allem zu Hause gegen tief stehende Gegner noch schwergetan haben. Da sind wir dann auch immer wieder an der fehlenden Effizienz in der Chancenverwertung gescheitert, was sich im Laufe der Saison jedoch deutlich bessern sollte“. Entscheidend sei auch gewesen, dass seine Elf gelernt habe, geduldig zu sein. „Die jungen Spieler wollen ja oft früh und schnell ein Spiel entscheiden. Da war es sicherlich ein wichtiger Lernprozess, dass man dagegen tief stehende Gegner einfach einmal auch die Zeit für sich spielen lassen muss.“

Hervorheben möchte Giuliano Tondo aus seinem Meisterkader explizit keinen Spieler, dennoch spricht er den Akteuren, die aus dem eigenen Nachwuchsbereich zu den Senioren gewechselt sind, ein Extralob aus, „denn sie haben sich schnell auf den Männerfußball umgestellt. Sie sind für den Verein auch in den kommenden Jahren ganz wichtige Spieler, auf die wir nun in der Gruppenliga setze werden.“

In der neuen Spielklasse besitzt dann zunächst einmal der Klassenerhalt oberste Priorität. Der Coach traut seiner Mannschaft durchaus aber auch noch mehr zu: „Als Neuling geht man natürlich mit dem gebotenen Respekt in der Gruppenliga an den Start und zunächst wollen wir uns dort erst einmal etablieren. Wir wollen aber auch mutig sein, und vielleicht ist sogar etwas mehr für uns drin. Unsere Planungen haben wir in jedem Fall abgeschlossen, der Kader für die neue Saison steht und besitzt Qualität.“, blickt der Auerbacher Trainer zuversichtlich auf die neue sportliche Herausforderung für seine Spieler und sein Trainerteam entgegen. net

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