Fußball - SV Waldhof kann heute mit einem Sieg bei Schlusslicht Unterhaching einen großen Schritt zum Klassenerhalt machen

Mannheimer haben noch Rechnung offen

Von 
alex
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Mannheim. Endlich einen Haken an das leidige Thema Abstiegskampf machen, mit einem Schlussspurt auf der Zielgeraden den Eindruck einer unbefriedigenden Saison ein wenig begradigen. Das Anforderungsprofil für Fußball-Drittligist SV Waldhof Mannheim vor dem Auftritt am heutigen Mittwoch (19 Uhr) beim Tabellenletzten SpVgg Unterhaching ist klar umrissen.

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„Wir wollen in den letzten vier Spielen noch einmal alles investieren und zeigen, dass wir Ergebnisse erzwingen können“, sagte SVW-Trainer Patrick Glöckner in der Pressekonferenz zum Spiel. Sechs Punkte beträgt der Vorsprung des Tabellen-14. aus Mannheim auf den ersten Abstiegsplatz. Ein Sieg beim abgeschlagenen Schlusslicht im Münchner Süden dürfte der entscheidende Befreiungsschlag sein, um auch in der kommenden Saison in der 3. Liga dabei zu sein.

Trainer Patrick Glöckner und die Spieler des SV Waldhof müssen heute beim Schlusslicht bestehen. © pix

Unterhaching kann den Klassenerhalt nach drei Niederlagen in der englischen Woche praktisch abhaken, bleibt aber vielleicht gerade deshalb ein unangenehmer Gegner. „Ich habe mir die letzten Spiele von Haching angeschaut. Die Ergebnisse haben nicht die Spielweise widergespielt. Das ist auf jeden Fall eine Mannschaft, die noch lebt und sehr gallig gewirkt hat“, warnte Glöckner – und erinnerte an den desaströsen Auftritt des SVW im Hinspiel kurz vor Weihnachten, als es im Carl-Benz-Stadion eine schmerzhafte 1:4-Niederlage setzte. „Da haben wir noch etwas gutzumachen.“

Die Gelegenheit, komplett sorgenfrei ins Finish zu gehen, ließen die Mannheimer in den vergangenen Partien liegen. 0:5 in Saarbrücken, 0:2 gegen den TSV 1860. Deshalb ist jetzt wieder ordentlich Druck auf dem Kessel, den Sportchef Jochen Kientz Ende vergangener Woche an Mannschaft und Trainer weitergab. „Wir wissen, um was es in Haching geht. Es ist ein ganz wichtiges Spiel für uns. Wir haben genug Qualität und sind in der Pflicht“, meinte der Manager, der von einer „ein bisschen versauten Saison“ sprach.

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Glöckner weiß, dass es auch für ihn persönlich darauf ankommen könnte, wie sich seine Mannschaft in den verbleibenden Begegnungen in Haching, gegen Halle, in Verl und gegen Uerdingen präsentiert. Klare Bekenntnisse, dass der Frankfurter (Vertrag bis 2022) auch in der kommenden Saison auf der SVW-Bank sitzt, waren zuletzt ausgeblieben.

Personelle Alternativen

Angesprochen auf die Kientz-Äußerungen gestand Glöckner, dass die Saison „Höhen und Tiefen“ bereitgehalten habe. „Man muss auch immer sehen, welche Mittel wir zur Verfügung haben“, sagte er und verwies auf ständig wechselnde Aufstellungen durch Verletzungen. Kritik am Team kam ihm nicht über die Lippen. „Die Jungs ziehen super mit, ich bin total stolz auf die Truppe.“

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Man darf dennoch davon ausgehen, dass nach den zwei Niederlagen intern noch einmal die Sinne geschärft worden sind – unter allen Umständen soll vermieden werden, gegen Ende richtig in den Abstiegssog gezogen zu werden. „Die große Überschrift der Trainingswoche war Verantwortung. Verantwortung für sein eigenes Spiel, Verantwortung für die Gruppe, Verantwortung für den Verein“, erklärte Glöckner.

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An den personellen Möglichkeiten sollte es zumindest nicht scheitern, in Haching den großen Schritt zum Klassenerhalt zu machen. Max Christiansen ist nach seinem Haarriss im Fuß laut seinem Trainer wieder „topfit und in einer sehr guten Verfassung“, Mittelfeld-Abräumer Marco Schuster kehrt nach seiner Gelbsperre zurück. Auch Onur Ünlücifci und Marcel Hofrath sind wieder in den regulären Trainingsbetrieb eingestiegen. Rechtsverteidiger Jan-Hendrik Marx fehlt allerdings nach seiner Roten Karte aus der Partie gegen 1860 – drei Spiele Sperre.

Am Mittwochabend geht es allerdings vielleicht ohnehin weniger um die Auf- als um die Einstellung. „In dem Moment, wo du nur ein Prozent nachlässt, weil es zum Tabellenletzten geht, bist du komplett falsch aufgestellt“, warnt Glöckner. alex

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